Peter M. Roese

Allgäu Sixties


Allgäu Sixties – eine olivgrün angehauchte Liebeserklärung an das Allgäu und die 60er Jahre. Kaufbeuren ist Hauptschauplatz dieser bisweilen nicht ganz ernst gemeinten Story um den Luftwaffensoldaten Rossner und seine Clique. Dienst in der Kaserne, heiße Feten, eine Band und Liebeleien am Bärensee all dies ist eingebettet in die stürmischen Sixties, die auch das beschauliche Allgäu ganz ordentlich aufmischten. Humor wird aber nicht nur rund um den Fliegerhorst groß geschrieben Rossner & Co. lassen es sich nicht nehmen, auch die Umgebung zu erkunden: Landsberg, Memmingen, Mindelheim, Marktoberdorf, Schongau, Füssen, Kempten, Oberstdorf, Tirol ... Außerdem verschlägt es den Leser ins fränkische Neuhaus an der Pegnitz, ins baden-württembergische Mengen und nach Diepholz bei Bremen, stets garniert mit politischen und gesellschaftlichen Ereignissen der wilden 60er. Eine kurzweilige Lektüre voller lebendiger Zeitgeschichte und Lokalkolorit – nicht nur für Allgäufans.

"Dokumentiert das besondere Lebensgefühl von damals.“

Allgäuer Zeitung

„Ein Stück Stadtgeschichte.“

Kreisbote Kaufbeuren

erschienen in: Lindemanns Bibliothek
Band 127, 320 Seiten

ISBN 978-3-88190-630-2
14,80 €



Annafest 2010



Das 170. Annafest ist zu Ende – und wieder strömten Hunderttausende auf den Kellerwald. Das Fest gehört zu Forchheim wie die mittelalterliche Altstadt zu Bamberg und der Dom zu Köln. Das Annafest findet im Kellerwald statt. Also keine Wiese, kein Platz, keine Straße. Es sind die ehemaligen Bierkeller, wo früher die Faßbiere gekühlt aufbewahrt wurden als es noch keine Kühlhäuser gab und nur Stangeneis oder ein Höhlenkeller im Berg, der die Termperaturen gleichmäßig hielt.

Alle Wege führen nach oben

In Forchheim ist es ein mit Laubbäumen bewaldeter Berg. Der Weg geht steil hinauf und gabelt sich einmal. Zwischendrin kleinere Buden  und eben die Keller. Diese haben - ähnlich wie in Erlangen - auch das ganze Jahr über Bewirtschaftung, allerdings nur mit ein paar Tischen. Richtig fränkisch Essen kann man "da oben" natürlich auch. Wer nicht ganz so gut zu Fuß ist, dürfte hier Probleme bekommen. Eine einzige Zufahrt mit dem Bus gibt es von hinten, der jedoch vor der Schranke hält. Das restliche Stück Weg muß auch da gegangen werden, ist aber nicht mehr ganz so beschwerlich, wenn man einen der oberen Keller besuchen möchte. Leider fährt der Bus nur zu bestimmten Zeiten, ansonsten besteht die Möglichkeit sich telefonisch ein Taxi dahin zu bestellen. Das gute Bier - zu sehr moderaten Preisen - und die idyllische Umgebung sind es aber wert und auch eine Brotzeit kann mitgebracht werden. Während der Festsaison geht es natürlich etwas lauter zu. Hinzu kommt, das so manche Kellerwirtschaft Musik bestellt hat. Für Unterhaltung ist auf alle Fälle gesorgt. Natürlich gibt es dann einen "Kellerplan" sowie einen Veranstaltungskalender für die Kirchweih.


Das Bierland Oberfranken beginnt ab Forchheim











Mehrere aktive Braustätten gibt es noch in Forchheim und dazu die Keller im Kellerwald. Das wären: Greif, Neder und Eichhorn. Die Brauerei Hebendanz hat gleich zwei Keller, den Hebendanz und den Schlößla Keller.
Bei schönem Wetter besuchten etwa 35.000 bis 40.000 Besucher den Kellerberg. Während der abendlichen Stunden verlief das Fest am Festgelände relativ ruhig. Auffallend ist jedoch, daß die jungen Leute wieder in Trachten kommen. Die Jungs trugen sehr gerne rot-karierte Hemden und die Mädels Dirndl oder teilweise sogar Lederhosen.  Eines ist jedoch sicher: alle Altersgruppen fühlen sich wohl auf dem Annafest. Nachmittags ist es mehr familär und zünftig mit Volksmusik und in den Abendstunden wird dann mehr Musik für Jüngere und Junggebliebene gespielt.


Im Neder Keller spielte am Sonntag die Joe Williams Showband
.





 Nett gemacht - auch zum verschenken!

Klicken Sie mal auf das untenstehende Wort Glückskind
Glückskind


Vorgestellt: Verein Geschichte Für ALLE e.V.

Der Verein Geschichte Für Alle e.V. steht seit vielen Jahren für eine moderne, kritische und kontroverse Auseinandersetzung mit Geschichte. Aus einer kleinen Gruppe von Geschichtsstudenten hat sich seit 1985 ein professionell arbeitender Verein mit über 650 Mitgliedern, derzeit fünf hauptamtlichen Mitarbeitern und über 100 freien Mitarbeitern

entwickelt, dessen Tätigkeit in Umfang und Wirkung weit über die Gründungsidee hinausreicht.

Dabei sind das Prinzip der Ehrenamtlichkeit und eine gezielte Nachwuchsförerung junger Wissenschaftler bis heute wichtige Charakteristika des gemeinnützigen Vereins.

 Geschichte Für Alle e.V. feiert sein 20jähriges Jubiläum mit einem spektakulär-skurrilen Stadtrundgangs-Event:

Hohe Adelige beleben vom Ladensterben bedrohte Schaufenster, Dürers grün gefärbter Feldhase bahnt sich seinen Weg durch die fränkische Kunstszene, die Nürnberger Bratwurst wird zum identitätsstiftenden Kulturgut und zwischen bildungswütigen Touristen vermittelt ein Rungangsleiter des Vereins Stadtgeschichte der jüngsten Vergangenheit...


Neben der Teilnahme an iner ganz normalen Führung aus dem Angebot des Vereines, können Sie Fördermitglied werden, Rundgangsleiter und natürlich können Sie


Rundgänge per Gutschein verschenken

Rundgangsleiter werden

oder als Firmenveranstaltung zum Beispiel zu verschiedenen Themen buchen

Verein für Geschichte e.V. unter www.geschichte-fuer-alle.de/   im Internet


Neues Stadtteilbuch über Gibitzenhof-Werderau-Sandreuth

Im Auftrag der wbg Nürnberg GmbH Immobilienunternehmen ergänzte der Verein Geschichte Für Alle e. V. seine beliebte Reihe der ”Nürnberger Stadtteilbücher” um einen neuen Band. In dem neuen, reich bebilderten Buch stellten der Historiker Bernd Windsheimer und weitere Autoren die facettenreiche Geschichte der Stadtteile Gibitzenhof, Werderau, Sandreuth bis in die Gegenwart dar. Die Finanzierung des Buches übernahm die wbg Nürnberg.
”Wir freuen uns, dass es nun nach den von der wbg Nürnberg finanzierten Büchern über die Stadtteile Langwasser, den Nürnberger Nordosten und St. Johannis auch ein Stadtteilbuch für Gibitzenhof, die Werderau und Sandreuth gibt. Damit leisten wir einen weiteren Beitrag zur nachhaltigen Erforschung der Stadtgeschichte und bringen diese über den Verein Geschichte Für Alle e. V. den Menschen näher”, freut sich Dieter Barth, Pressesprecher der wbg, anlässlich der Buchvorstellung in der Wohnanlage Diana. ”Dass wir mit diesen Büchern richtig liegen, sehen wir daran, dass die 1. Ausgabe des Langwasserbuches schnell vergriffen war und die 2. Auflage rege nachgefragt wird. Auch das Buch über den Nürnberger Nordosten und die Wohnanlage Nordostbahnhof ist längst ausverkauft. Eine aktualisierte Neuauflage ist in Planung. Dank der höheren Auflage des Bandes über St. Johannis gibt es von diesem noch Exemplare”, führt Barth weiter aus.




Pressesprecher der wbg, Dieter Barth und Bernd Windsheimer, Autor des Buches


Christine Kaufmann in ihrer schönsten Rolle

Engagiert vermittelt die Schauspielerin ihrer Enkelin traditionelle Werte

Christine Kaufmann würde gern auf einem Bauernhof leben und dort eigene Bücher schreiben.
(Foto: djd/Petra Stadler, München)

(djd/pt). Sie begeisterte einst als "Rosen-Resli" und ging bereits im Alter von 15 Jahren nach Hollywood: Christine Kaufmann sorgte nicht nur durch ihre Heirat mit Tony Curtis für Schlagzeilen. Nach der Trennung von dem berühmten Schauspieler kehrte die gebürtige Österreicherin nach Deutschland zurück und avancierte zur Charakterdarstellerin. Seit einigen Jahren widmet sich die schöne 65-Jährige nun einer ganz privaten Rolle: Als Star-Oma vermittelt sie heute ihren vier Enkelkindern sehr traditionelle Werte. Seit über zehn Jahren ist das Multitalent im weit verstreuten Familienverbund die Matriarchin. Sie finanziert und organisiert, behütet und betreut.


Ein Vorbild für Dido


Die schöne Schauspielerin Christine Kaufmann gibt ihrer Enkelin Dido gern Tipps.
(Foto: djd/Inge Prader, Austria)

Eine besonders enge Beziehung verbindet Christine Kaufmann mit ihrer Enkelin Dido. Die 25-Jährige hat in Berlin Design studiert und will sich eine Existenz als Hutmacherin aufbauen. Oma Christine, erfolgreiche Buchautorin, Geschäftsfrau und Beauty-Expertin, leistet dabei Starthilfe und gibt Ratschläge in allen Lebenslagen. "Sie ist eine starke Frau und immer mein Vorbild gewesen", betont die Enkeltochter.

Die beiden reden über alles, über Männer und Musik, Politik, Disziplin, aber auch über Pflege und Gesundheit. Die Oma: "Ich finde es ganz toll, dass Dido auf mich hört, zum Beispiel bei meinen Tipps für die Ernährung. Auch da bin ich traditionell geprägt, man soll innerhalb der Saison kaufen und sich an der regionalen Küche orientieren."

Das Geheimnis der Schönheit

Der zeitlos schöne Filmstar setzt auch bei seiner Gesundheit auf einen Klassiker: "Ich schwöre auf mein tägliches Basica, weil ich sehr darauf achte, dass mein Körper nicht übersäuert. In diesem Mittel stecken lebensnotwendige basische Mineralstoffe als Ergänzung der üblichen Ernährung, die bauen belastende Säure ab. Für eine gesunde Ernährung esse ich viel Fisch und Gemüse, wenig Fleisch, lasse Weißmehl ganz weg und verzichte auf manchen Käse." Darin liegt wohl auch das Geheimnis ihrer Schönheit. Christine Kaufmann: "Das biologische Gleichgewicht im Körper muss funktionieren, das bewahrt die Schönheit und das Wohlbefinden."






"Was für ein Leben!":Sieger des diesjährigen Biografie-Wettbewerbs stehen fest - drei Lebensgeschichten werden dokumentarisch verfilmt

Berlin, 22. März 2010 - Die spannendsten Lebensgeschichten von Bürgerinnen und Bürgern aus Deutschland sind in der Kategorie "Zeitzeuge" die von Wilhelm Simonsohn aus Hamburg, in der Kategorie "Engeagement" die von Else Schwenk-Anger aus Alpirsbach im Schwarzwald und in der Kategorie "Persönlicheit" die von Clara Welten aus Berlin. Aus insgesamt 203 Einsendungen ermittelte eine fünfköpfige Jury aus Historikern und Biografie-Experten die sieger des jährlich stattfindenen Biografie-Wettbewerbs "Was für eine Leben!". Die drei Gewinner dürfen sich nun über die dokumentarische Verfilmung ihrer Lebensgeschichte im Wert von je 15.000 Euro freuen, die im Oktober 2010 im Deutschen Historischen Museuum Berlin uraufgeführt werden.

Erster Platz in der Kategorie „Zeitzeuge“


In der Kategorie „Zeitzeuge“ entschied sich die Jury für den 90-jährigen Wilhelm Simonsohn. Der ehemalige Verwaltungsleiter der Uni Hamburg hat als Adoptivsohn jüdischer Eltern deren Verfolgung miterlebt – und meldete sich trotzdem auf Rat seines Vaters freiwillig zur Luftwaffe. Seinen Zeitzeugen-Bericht beeindruckte die Jury vor allem durch die Schilderung seiner ambivalenten Rollen. „Er zeigt die Widersprüche und Brüche in der Geschichte, wie sie erfahren und verarbeitet wurden“, so Jurymitglied Dr. Alexander von Plato für das Institut für Geschichte und Biographie der FernUniversität Hagen.

Gewinner der Kategorie „Engagement“

Der erste Platz in der Kategorie „Engagement“ ging an Else Schwenk-Anger aus Alpirsbach im Schwarzwald. Die 74-jährige Kinderbuchautorin und -verlegerin unterstützt seit 20 Jahren Waisenkinder in der rumänischen Stadt Lipova. Ihr gelang es aus einem einstigen Waisenhaus, dass nicht mehr als eine Verwahranstalt war, einen Ort zu schaffen, an dem Waisenkinder heute in zehn Familienhäusern liebevoll
von Pflegeeltern betreut werden. Zudem konnten durch ihr Engagement eine Sonderschule, ein Haus für HIV-infizierte Kinder und zwei Arztpraxen in der rumänischen Stadt gegründet werden. Für Jurymitglied Loring Sittler vom Generali Zukunftsfonds ist sie ein exzellentes Beispiel dafür „wie man unternehmerischen Erfolg nachhaltig und sozial für Andere einsetzt“. 

Sieger der Kategorie „Persönlichkeit“

In der Kategorie „Persönlichkeit“ wurde die 42-jährige Clara Welten aus Berlin zur Siegerin gekürt. Sie wurde von ihren Eltern im Geist der bekennenden Kirche erzogen und kam dadurch als Teenager heftig mit ihrer DDR-Umgebung in Konflikt.>Auch nach der Ausreise in die BRD verließ sie das Gefühl nicht, unverstandene Außenseiterin zu sein: Die gravierenden psychischen Probleme konnte sie erst überwinden, als sie nach Frankreich ging. Für Jurymitglied Christian Staas, Chefredakteur von ZEIT Geschichte, zeigt sich an dieser Biographie ein ganz grundsätzliches moralisches Problem: “Soll ich meine Kinder zu Werten erziehen, die sie in Konflikt mit ihrer Umwelt bringen?!“.

Die Auswahl der Sieger fiel der Jury nicht leicht: „Es gab eine Fülle von sehr spannenden, bewegenden, und in jedem Fall interessanten Biografien. Auch die Nicht-Prämierten bleiben weiter für die Öffentlichkeit zugänglich: Sie werden Teil unseres Zeitzeugen-Archivs in LeMo-Lebendiges Museum online“, so Jurymitglied Prof. Dr. Rosmarie Beier-de Haan vom Deutschen Historischen Museum. Der Biografie-Wettbewerb wird unterstützt vom Deutschen Historischen Museum und vom Generali Zukunftsfonds im Rahmen seines Leitthemas „Demografischer Wandel: Unsere gemeinsame Verantwortung“. Hauptziel des Generali Zukunftsfonds ist, das bürgerschaftliche Engagement älterer Menschen zu fördern, Akteure besser zu vernetzen sowie die öffentliche Anerkennungskultur für bürgerschaftliches Engagement zu verbessern.
Weitere Informationen zu den Biografien des Wettbewerbs unter:

 www.was-fuer-ein-leben.de

Kommentar:

Liebe Leser,

unabhängig davon, ob Sie sich an so einem Wettbewerb beteiligen möchten bzw. für ältere Angehörige organisieren, denken Sie einmal darüber nach, ob es nicht eine wunderbare Gelegenheit wäre unwiederbringliche Erlebnisse aus der Zeitgeschichte und der Familie für die Nachkommen festhalten zu wollen. Neben ungefärbten Berichten über das Leben und die politischen Ereignisse von "Oma und Opa" werden diese Personen so wie sie sind und waren in Erinnerung bleiben und Geschichte unmittelbar und subjektiv erzählt bekommen. Egal, ob Sie das nun nur mit einer Tonaufnahme tun, aufschreiben lassen oder per Video live dokumentieren - es wird mit Sicherheit eines der wichtigsten Erinnerungsstücke werden. Versprochen!

Vor Jahren war ich einmal in einer Zeitzeugenreihe im Dokumentationszentrum in Nürnberg zu Gast. Eingeladen wurde damals Herr Sonnenfeld, der einer der Chefdolmetscher bei den Nürnberger Prozessen war und darüber aus seinen Erinnerungen erzählte. In der Pause kam ich mit einer neben mir sitzenden Seniorin ins Gespräch. Sie erzählte mir, sie hätte nie mit ihren Kindern über diese Zeit und ihre Erlebnisse sprechen können - zu unmittelbar war das alles. Aber mit ihren Enkeln, die nicht direkt betroffen waren, konnte sie über die Zeit, über gute und schlechte Erinnerungen, über handeln  und nichthandeln ganz anders sprechen. Plötzlich stellte sie fest: Es tat auch ihr gut. Daraufhin beschloß sie ihre Erinnerungen aufzuschreiben. Für ihre Enkel, aber auch für sich selbst, um aufzuarbeiten und abzuschließen - quasi Frieden mit sich selbst zu schließen.

Fragen Sie also ihre Eltern oder Elternteile, oder vielleicht tun es ja auch die Enkel!

Fragen Sie nach wichtigen Ereignissen in ihrem Leben.

Warum waren sie wichtig und wie wurde damit umgegangen. Wie steht das im Kontext zur damals aktuellen politischen und wirtschaftlichen Situation?

Welche Musik war ihnen wichtig und warum? Was tat man in der Freizeit? Wie haben sie ihren Mann/Frau kennengelernt?

Berufswahl: Warum, Wieso, Weshalb

und so weiter und so fort. Sie werden damit nicht nur die Zeit und die Zeitgeschichte kennenlernen, Sie werden diese Personen ganz anders wahrnehmen und Sie werden sicherlich daraus auch für sich selbst Schlüsse ziehen können!

Tun Sie´s bevor es unwiederbringlich nicht mehr geht!

Mit den besten Wünschen und viel Spaß!

Ihre Ruth Knittel

 

 

 







Seniorenhandys mischen Mobilfunkmarkt auf
Vom Nischen- zum Massenmarkt

  (Foto: emporia)

Mannheim/Linz (pte/22.02.2010/13:40) - Noch bedienen die Hersteller von Seniorenhandys eine Nische. Sie reiben sich jedoch bereits die Hände, denn der demographische Wandel und die immer älter werdende Gesellschaft formen einen wachstumsreichen Massenmarkt. Während die weltgrößten Handykonzerne weiterhin auf Hightech und technologischen Fortschritt setzen, überlassen sie mittelständischen Produzenten wie Fitage oder Emporia die Zielgruppe Senioren beinahe zur Gänze für sich. Diese haben sich erfolgreich in einem aussichtsreichen Markt positioniert und gehen nun in die Offensive.

Zukunftsmarkt mit wachsendem Potenzial

 

Mit großen Telefontasten, einer benutzerfreundlichen Menüsteuerung, Lieferverträgen mit Europas größten Mobilfunkern und einer weit auseinanderklaffenden Alterungsstatistik in der Hinterhand wollen die Anbieter von Seniorenhandys den Mobilfunkmarkt aufmischen. Bis 2050 klettert der Anteil der über 60-Jährigen etwa in Deutschland auf 37 Prozent, wie das Statistische Bundesamt aufzeigt. Nur jeder zweite Pensionist über 65 Jahre besitzt derzeit ein Handy. Das Markterschließungspotenzial ist somit anders als im Fall der überversorgten Zielgruppe junger Verbraucher noch enorm. Dessen sind sich auch die Netzbetreiber bewusst.

T-Mobile hat die Modelle von Emporia beispielsweise bereits im US- und Europa-Portfolio. In den kommenden Monaten dürfte auch Vodafone nachziehen. Emporia setzt neben einer leichten Bedienbarkeit der Geräte auf hohe Sprachqualität bei gleichzeitig ansprechendem Design und hat dem Handelsblatt Online zufolge im Vorjahr eine halbe Mio. Mobiltelefone für Senioren verkauft. Gemessen am gesamten Handymarkt ist der Absatz zwar noch verhalten. 2010 peilt der Hersteller jedoch bereits eine Verdoppelung an. Auch der Umsatz soll "Jahr für Jahr" verdoppelt werden, so das ambitionierte Ziel von Geschäftsführerin Eveline Pupeter-Fellner.

Software statt Hardware

Experten zufolge stellt der demographische Wandel alleine jedoch nicht unbedingt ein lupenreines Verkaufsargument für die Hersteller von Seniorenhandys dar. In wenigen Jahrzehnten stellen die heute jungen Verbraucher die Zielgruppe, sind dann aber mit dem Umgang mit herkömmlichen Handys und Smartphones vertraut.

Wettbewerbsvorteile würden somit vielmehr in der Entwicklung neuer Services und Applikationen sowie in der Weiterentwicklung von seniorentauglicher Software liegen als in neuer Hardware. So könnten zumindest eigene Kostenpositionen gegenüber der Konkurrenz gedrosselt werden. Ob Handyriesen wie Nokia ihren kleineren Konkurrenten dieses Feld jedoch weiterhin praktisch kampflos überlassen, bleibt vorerst offen.


Mobile-CliniQ macht Handy zum Telemedizin-Tool
Mobile Healthcare muss einfach sein

Barcelona (pte/19.02.2010/06:00) - Auf dem Mobile World Congress sind neben publikumswirksamen Smartphones auch Technologien zu finden, die nicht so glamourös wirken, aber großes Anwendungspotenzial haben. So stellt das israelische Unternehmen Aerotel Medical Sytems http://www.aerotel.com die Applikation Mobile-CliniQ vor. Damit sammelt das Handy Daten von Vitalsensoren vor Ort, um sie an Gesundheitszentren zu übermitteln. So kann eine effiziente mobile Gesundheitsfürsorge bereitgestellt werden.
"Bei Mobile Healthcare gibt es viele interessante Entwicklungsbemühungen in aller Welt, nicht zuletzt auch in Deutschland. Aber Israel ist bei der kommerziellen Umsetzung von Lösungen führend", sagt Ofer Atzmon, Aerotel VP Business Development, im pressetext-Interview. Sein Unternehmen setzt dabei mit seiner Lösung auf Einfachheit als Schlüssel zum Erfolg in einem Markt, der großes Potenzial hat.
Ärztliche Beratung immer und überall
"Mobile-CliniQ ist keine schicke App, um auf dem iPhone zu gefallen, sondern einfach und zuverlässig", meint Atzmon. Die Handy-App bezieht dabei via Bluetooth Daten beispielsweise von Blutdruckmess- oder EEG-Geräten, um sie mittels GPRS an das Gesundheitszentrum zu übertragen. So wird existierende Infrastruktur genutzt und das mit einem Protokoll, das auch in Regionen ohne große ausgebaute 3G-Netze funktioniert. Ärzte können daher praktisch immer und unabhängig vom Aufenthaltsort des Patienten Beratung anbieten.
Wichtig ist aus Aerotel-Sicht, dass der Patient sich mit all dem nicht genauer auseinandersetzen muss. "Viele Unternehmen machen den Fehler, ihren Schwerpunkt auf Technologie statt Usability zu legen", meint Atzmon. Neben Mobile-CliniQ stellt Aerotel mit dem Connect-Cell auch einen Datenhub für die Heimbetreuung vor. "Meine Vision ist, dass Menschen eines Tages ein tragbares System haben, dass durchgehend ihren Gesundheitszustand überwacht und Daten an eine ferne Einrichtung übermittelt", sagt der Aerotel-VP.
Deutschland schwieriger Markt
Mobile Healthcare ist ein Einsatzgebiet, das großes Potenzial hat, das Gesundheitswesen arbeits- und kosteneffizienter zu gestalten. Doch obwohl Aerotel bisherige Produkte auch in Deutschland vertreibt, zielt man mit Mobile-ClinQ eher auf andere Märkte ab. Das hänge damit zusammen, dass ein Anbieter eines telemedizinischen Angebots Verträge mit den Krankenkassen aushandeln müsste, so Atzmon. "Das Produkt ist besser für Märkte geeignet, in denen privat bezahlte Gesundheitsversorgung akzeptierter ist", meint er.
Dabei hat Aerotel einen starken Deutschland-Bezug, da in den Produkten des Unternehmens vielfach GSM-Module des Münchner Anbieters Cinterion http://www.cinterion.com zum Einsatz kommen. In Sachen Forschung und Entwicklung im Bereich mobiler Gesundheitsversorgung seien die Aktivitäten in Deutschland sehr interessant, betont Atzmon. Aerotel habe daher auch Kontakt zu Einrichtungen wie den entsprechenden Fraunhofer-Instituten oder dem Karlsruhe Institue of Technology. "Leider hinkt Deutschland aber bei der praktischen Nutzung von Telemedizin etwas hinterher", so der Aerotel-VP abschließen. (Ende)





Senioren fühlen sich so jung wie nie zuvor
GfK untersucht die Lebenswelten der "Generation Silber"


Nürnberg -  Die „Generation Silber“ – also Menschen ab 60 Jahre – ist heute gesünder, aktiver und fühlt sich jünger denn je. Senioren werden zu einer immer wichtigeren Zielgruppe für die Wirtschaft. Die GfK Panel Services hat in einer aktuellen Studie die „Generation Silber“ untersucht und die Befragten – differenziert nach Kaufkraft, Fitness und Aktivitäten – neun Lebenswelten zugeordnet.

Drei Viertel der Befragten fühlen sich im Schnitt fast zehn Jahre jünger als sie tatsächlich sind. Mehr als die Hälfte schätzt zudem ihren Gesundheitszustand als gut ein, 12 Prozent sogar als sehr gut.

Insgesamt leben in Deutschland rund 20 Millionen Menschen ab 60 Jahre. Ihr Anteil an der Bevölkerung wird in den kommenden Jahren absolut sowie anteilsmäßig weiter wachsen. Gehörten im Jahr 2007 noch 25 Prozent der Gesamtbevölkerung der "Generation Silber" an, so werden es in zehn Jahren 30 Prozent sein. Zugleich steigt die Lebenserwartung der heute 60-Jährigen stetig.

Zu Frage der "richtigen Bezeichnung" dieser Generation wurden 580 Menschen über 60 Jahren befragt.
Die Umfrageergebnisse des GfK-Forschungsinstituts machen jetzt deutlich, dass Senior oder Seniorin die korrekte Bezeichnung ist, weil sie die Lebenserfahrung am ehesten widerspiegelt. Knapp 84 Prozent der Befragten teilten diese Einschätzung. Ebenfalls in Ordnung ist es, von „älteren Menschen“ zu sprechen.
Auf geringe Akzeptanz stießen dagegen die weit verbreiteten Anglizismen. „Best Ager“ oder „Silver Ager“ werden nur von einem Viertel aller befragten akzeptiert. Gleiches gilt für „Happy Enders“.

Quelle: GfK (www.gfk.com) und Bundesfamilienministerium





 

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T-Home hat ein innovatives, generationübergreifendes Familientelefon auf den Markt gebracht, das auf Benutzerfreundlichkeit setzt und Funktionen auf das Wesentliche reduziert.

Das Telefon erklärt sich dem Nutzer wie von selbst und ist für Jung und Alt problemlos zu bedienen.


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