Beeren putzen das Gehirn im Alter

Verbesserter Selbstschutz der Nerven durch Antioxidantien

Erdbeere: Köstlich und gesund für das Gehirn (Foto: aboutpixel.de/Utzig)
Boston/Bremerhaven (pte/25.08.2010/06:10) - Wer häufig Heidelbeeren, Erdbeeren und Brombeeren isst, sorgt damit für ein gutes Gedächtnis im Alter vor. Denn bestimmte Inhaltsstoffe von ihnen helfen dem Gehirn dabei, giftige Eiweiße zu zerstören. Das berichten Forscher beim Treffen der American Chemical Society http://www.acs.org. Sie erhoben die Wirkung von Polyphenolen, die dem oxidativen Stress bei degenerativen Gehirnerkrankungen, Herzproblemen, Krebs und anderen Alterskrankheiten entgegenwirken.

Dass Beeren den Nervenverfall im Alter verzögern und dabei die Lern- und Erinnerungsfähigkeit aufrecht erhalten, wurde schon früher an Ratten gezeigt. Nun untersuchten die Forscher die sogenannten Mikroglia-Zellen. Ähnlich wie eine Müllabfuhr entfernen diese den biochemischen Abfall im Gehirn, der sonst die Funktion der Neuronen verschlechtert, und rezyklieren ihn. Dieser als "Autophagie" bezeichnete Prozess funktioniert im Alter immer schlechter, obwohl hier erhöhter Entsorgungsbedarf besteht.

Am Gehirnmodell einer Maus konnte nun gezeigt werden, dass Extrakte aus Heidel-, Erd- und Brombeeren die Aktivität von jenem Protein unterbinden, das im Alter die Autophagie unterbricht. Somit unterstützen die Beeren die Arbeit der "Müllabfuhr-Zellen". "Unsere Forschung ist die erste, die diesen Effekt bei Beeren nachweisen kann", berichtet die Studienleiterin Shibu Poulose.


Saft für gute Erinnerung

"Die antioxidant wirkenden Inhaltsstoffe stecken vor allem in den Bestandteilen, die beim Pressen als Reststoffe zurückbleiben. Also in der Haut und in den Kernen", erklärt die Lebensmitteltechnologin Marie Bildstein vom Technologie-Transfer-Zentrum Bremerhaven http://www.ttz-bremerhaven.de gegenüber pressetext. Selbst gefrorene Beeren enthalten Polyphenole und ebenso zu Marmelade verarbeitete, sofern die Einkochtemperatur nicht zu hoch war. "Allerdings sind antioxidante Wirkstoffe empfindlich auf Licht und Temperatur und gehen auch bei zu langer Lagerung verloren."

Das Interesse der beerenverarbeitenden Industrie an Polyphenolen ist hoch. Bildstein arbeitet in einem EU-Projekt, das neben der Wirkung dieser gesundheitsfördernden Stoffe auch deren Integration in Produkten erforscht. "Safthersteller brauchen etwa die Möglichkeit, Rückstände aus der Presse zu verwenden. Der klassische Weg dazu sind Lösungsmittel, wir wollen es jedoch mit Enzymen schaffen. Das ist schonender." Die Expertin rechnet damit, dass Ergebnisse dazu noch bis Jahresende vorliegen werden.


Quelle: Pressetext



"Inception" - Gedanken implantieren funktioniert

Psychologen: Falsche Erinnerung begleitet uns auch im Alltag

Wien (pte/16.08.2010/13:58) - Die Handlung des Films "Inception" http://inceptionmovie.com ist nicht so abgefahren, wie auf den ersten Blick scheinen mag. Die Idee der Gedankenmanipulation, die die Kinobesucher außer den Spezialeffekten und imaginären Landschaften in Bann zieht, ist in der Psychologie bekannt und untersucht. Ideen können tatsächlich in die Köpfe von Menschen eingepflanzt und in das Gedächtnis einer Person einverleibt werden. Was im Film überspitzt dargestellt wird, kommt sogar im Alltag vor. "Oft glauben wir, Ereignisse hätten stattgefunden, ohne dass es eine historische Grundlage gibt", erklärt Johann Lehrner vom Berufsverband der österreichischen Psychologen http://www.boep.eu im pressetext-Interview.

Spionage im Unterbewußtsein

Im Film schaltet sich der Wirtschaftsspion Dominic Cobb - verkörpert von Leonardo Di Caprio - in die Träume von Menschen ein. Er durchwühlt sie nicht nur nach Informationen, sondern beeinflusst sie sogar. Als ein Kunde mit der Vernichtung seiner Konkurrenz beauftragt, nutzt Cobb diese Fähigkeit gezielt aus. Er implantiert seinem Opfer im Traum Hoffnungen und Ängste und bringt es dazu, dessen Unternehmen zu zerstören. Zuvor hatte Cobb die Technik nur bei seiner eigenen Frau angewendet - die sich jedoch dadurch in einer ständigen Traumwelt wähnte, depressiv wurde und Selbstmord beging.

Weißer Bär und Kaufhaus-Trauma

Psychologen fasziniert das "false memory" schon Jahrzehnte. Der Havard-Forscher Daniel Wegner zeigte, dass man Menschen bestimmte Gedanken denken lassen kann, indem man genau das Gegenteil verlangt. Etwa die Aufforderung, nicht an einen weißen Bären zu denken, malt das Bild des Tieres unweigerlich ins Gehirn. Ähnlich kann auch ein Filmdarsteller bei Inception kaum den Gedanken an einen Elefanten unterdrücken. Elizabeth Loftus von der University of California hat hingegen gezeigt, dass man Menschen jedes Alters die traumatische Erinnerung einpflanzen kann, sie seien als Kind in einem Einkaufszentrum verloren gegangen.
Selten, aber doch kommt es auch vor, dass Menschen nur glauben, in der Kindheit missbraucht worden zu sein. "Unser Gehirn ändert sich während des ganzen Lebens und fügt dabei immer neue Erinnerungen hinzu oder nimmt bestehende weg. Für die neuen Inhalte werden teilweise neue Bilder kreiert", erklärt Lehrner, der an der Medizinischen Universität Wien http://www.meduniwien.ac.at als Neuropsychologe tätig ist. Bei der immer stärkeren Gehirnveränderung im Alter wird dieser Effekt stärker - und auch die damit verbundenen Probleme. "Besonders Demenzpatienten können oftmals nicht mehr zwischen Erinnerung und Realität unterscheiden."

Gehirn unterscheidet nicht

Doch auch im Alltag begleitet uns die falsche Erinnerung, betont der Experte. Manchmal geben Lenker und Beifahrer nach einem Unfall an, das Reh sei von der jeweils anderen Straßenseite ins Auto gesprungen. Auch klingen Erinnerungen an einen gemeinsam verbrachten Urlaub bei zwei Familien im Nachhinein bisweilen ganz anders. Kompliziert wird es, wenn Zeugen einer Gerichtsverhandlung Darstellungen aus der Zeitung in ihr eigenes Gedächtnis einverleiben. "Es gibt keine Möglichkeit, falsche von echter Erinnerung zu trennen. Beide sind für Menschen so real wie die historische Erinnerung", so Lehrner.

aus Pressetext -  Redakteur: Johannes Pernsteiner

Aktuelle Forsa-Studie belegt:

Jeder vierte Bundesbürger trinkt zu wenig – mit Folgen für die Gesundheit

 

Jeder vierte Bundesbürger über 14 Jahren nimmt zu wenig Flüssigkeit zu sich. Zwei Drittel der Bürger – 65 Prozent – geben dagegen an, die empfohlene Mindestmenge von 1,5 Litern zu trinken.
Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Studie . Befragt wurden deutschlandweit 1.004 Personen ab 14 Jahren.Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät zu mindestens 1,5 Litern Flüssigkeit am Tag, am besten in Form von Wasser, insbesondere in der heißen Jahreszeit. Jedem vierten Bundesbürger gelingt dies nicht. Dabei werden die Folgen unterschätzt: Denn zu wenig Wasser lässt das Blut langsamer fließen. Die Folge: Müdigkeit, Unkonzentriertheit, Muskelschwäche oder -krämpfe. Ebenso kann durch ausreichendes Trinken Kopfschmerzen vorgebeugt bzw. der Schmerz gemindert werden. Dies gerade in der heißen Jahreszeit. Rund drei Viertel aller Beschwerden könnten durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr verhindert werden.

Gerade die ältere Generation weist ein Flüssigkeitsdefizit auf, da hier das Durstempfinden nicht mehr so ausgeprägt ist wie in jüngeren Jahren. Daher ist es empfehlenswert sich die Flüssigkeitsmenge passend zur empfohlenen Tagesmenge anzurichten, so daß man dazu veranlaßt wird regelmäßig eine kleine Menge Flüssigkeit über den Tag hinweg verteil zu sich zu nehmen.

Die Alzheimergesellschaft hat in ihren Studien belegen können, daß regelmäßige Bewegung und ausreichend Flüssigkeit, das Gehirn gut versorgt und damit die Leistungen verbessert. Gerade an heißen Tagen werden sehr viele Hochbetagte aus diesem Grunde dehydriert in Kliniken eingeliefert.




Tatkräftige Hilfe für Fitness und Vitalität

Das Leben könnte so schön sein, wäre man immer fit und voller Energie - und dafür läßt sich einiges tun.

So sind oft moderne Ernährungssünden und Bewegungsmangel daran schuld, daß man sich matt und abgeschlagen fühlt und Gesundheitsstörungen zunehmen. Regelmäßig Bewegung und eine vitamin- und nährstoffreiche Kost sind daher ein gutes Rezept, um Vitalität und Lebensqualität zu verbessern.

Doch das genügt nicht immer. Ob man fit ist, ist auch von anderen Faktoren abhängig.

Gesunde Zähne und Zahnfleisch

Die Zähne erfüllen eine unentbehrliche Funktion nämlich die Zerkleinerung der Nahrung.
Kauen bedeutet Aufschlüsselung der Nahrung in seine Nährstoffe. Noch gesunde Zähne können im Laufe der Zeit in die Lücke hinein kippen. Fehlt ein Frontzahn kann auch die Aussprache leiden. Gesunde und vollständige Zähne sind also nicht nur reine Kosmetik, sondern unter ganzheitlichen Aspekten betrachtet sehr wichtig.

Gehen daher regelmäßig zur Kontrolle zu Ihrem Zahnarzt. Nur gesunde Zähne und ein gesundes Zahnfleisch helfen Ihnen dabei die Nahrung zu zerkleinern. Zahnbetterkrankungen wirken sich nicht nur auf die Zahnerhaltung alleine aus, über die Schleimhäute nimmt der Körper auch Medikamente und Bakterien auf. Die besten Lebensmittel helfen wenig, wenn Erkrankungen im Mund nicht erkannt werden und so auf ihre inneren Organe einwirken. Bezüglich der Zerkleinerung der Nahrung helfen Sie auch Ihrem Verdauungssystem. Es wird weniger belastet (Magen) und der Darm schlüsselt die Nahrungsbestandteile inklusive der Vitamine besser auf.

Haben Sie Zahnersatz?

Neben der guten regelmäßigen Pflege ist auch dann, wenn Sie keine eigenen Zähne mehr haben und dafür eine Prothese tragen der Zahnarztbesuch wichtig. Er untersucht ihr Zahnfleisch auf Entzündungen und prüft ob die Prothese noch richtig sitzt. Wenn nicht sollten Sie nicht einfach nur auf eine Haftcreme ausweichen, deren Wirkstoffe sich ebenso im Dauergebrauch auswirken können. Eine regelmäßige Unterfütterung hilft Ihnen bei der normalen Veränderung des Kiefers,  durch Anpassung an die neuen Gegebenheiten, wieder besser zubeißen zu können und verschafft Ihnen neue Lebensqualität. Eine Haftcreme ist damit überflüssig. Sie sollte - wenn überhaupt - nur kurz übergangsweise benutzt werden -  bis zum Zahnarzttermin. Zum Reinigen reicht eine Bürste und Zahncreme völlig aus. Am besten nach jeder Mahlzeit und fragen Sie ihren Zahnarzt nach einer guten Mundspülung. Bei eigenem Zahnbestand oder festsitzendem Zahnersatz ist eine professionelle Zahnreinigung die beste Vorsorge für Zähne und Zahnfleisch.

Wenn die Balance in Ihrem Darm nicht mehr stimmt

Können die "guten" Darmbakterien in der Darmflora, die wichtig sind für die Verwertung der Nahrungsmittel, durch "schlechte" Bakterien verdrängt werden. Hauptsächlich verantwortlich sind hier Weißmehl, Zucker und Konservierungsstoffe. Die Darmflora ist wichtig für die Immunabwehr, was sich in Krankheitsanfälligkeit zeigt, wenn das Gefüge nicht stimmt. Stellen Sie eine ihnen unerklärliche Leistungs- und Befindlichkeitsschwäche fest, konsultieren Sie ihren Hausarzt, der das Darmmilieu durch ein Labor untersuchen lassen kann, wenn andere Faktoren ausscheiden. Er wird Ihnen dann Tipps geben wie man wieder die natürlichen Bakterien ins Gleichgewicht bekommt.

Achten Sie also auf Ihren Lebensstil und auf schadstofffreie Nahrung. Nahrungsergänzungsmittel - egal in welcher Form - sollten Sie nur in Absprache ihres Arztes zu sich nehmen. Er kennt Sie und ihren Körper am besten und weiß womit man ihn am besten unterstützen kann, damit Sie gesund und vital bleiben. Artikel in Zeitschriften sollten sie mit der nötigen kritischen Vorsicht begegnen. Was für den Einen gut ist, muß nicht automatisch auch für Sie zutreffen. Vertrauen Sie lieber einem Fachmann!

Ruth Knittel



"Diabetes ist eine Krankheit, der man davonlaufen kann!"


Die meisten Diabetiker können nach einer Studie des Heidelberger Sportwissenschaftlers Gerhard Huber ihre Krankheit aus eigener Kraft bekämpfen.
"Diabetiker müssen lernen, Bewegung in ihren Alltag zu integrieren." Das Gesundheitssystem sei darauf aber nicht ausgerichtet. "Es gibt eine Vielzahl von Medikamenten. Die werden verschrieben - und alle sind glücklich", kritisierte er. "Der Arzt müsste den Patienten eigentlich Druck machen und sie zur Bewegung zwingen."

Der Sportwissenschaftler hatte das Pilotprojekt einer Krankenkasse begleitet, die in neun Städten spezielle Bewegungskurse für Diabetiker anbot. 250 Personen nahmen an der Studie teil. "
Innerhalb von zehn Wochen sei die Leistungsfähigkeit auf mehr als 50 Prozent gestiegen. "Aus anderen Studien wissen wir außerdem, daß regelmäßige Bewegung den Blutzuckerspiegel nachhaltig senkt", so Huber.

Die positive Wirkung von Bewegung auf die meisten Krankheiten sei bekannt. "In der Regel hilft Sport aber nur, den Krankheitsverlauf zu verzögern oder wirkt sich positiv auf das Allgemeinbefinden aus. Bei Diabetes kann durch ausreichende Bewegung aber tatsächlich die Uhr zurückgedreht werden."

Auch bei Demenzen positiv

Wie wir in einem Interview mit Prof. Dr. Oswald erfuhren, konnte in einer Studie in diversen Alten- und Pflegestationen nachgewiesen werden, daß mit einer Verknüpfung von Gedächtnistraining und Bewegungstherapie Personen mit mittlerer Demenz eine leichtere Demenz attestiert werden konnte, wenn dazu flankierend auf ausreichendes Trinken geachtet wurde. Siehe hierzu in einer der älteren Printausgaben  in der Ausgabe Dezember 2007 und zum Thema Diabetes Mellitus Typ II unser Interwiew mit einer Fachärztin in der Ausgabe Juni 2008.




Nur ein flexibles Gehirn bringt hohe Leistung
Fähigkeit zur Anpassung bestimmt die Fitness eines Seniorengehirns

Berlin (pte/09.02.2010/13:40) - Das Gehirn alter Menschen ist besonders dann noch zu Spitzenleistungen fähig, wenn es sich flexibel auf den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben einstellen kann. Das berichtet ein internationales Forscherteam vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung http://www.mpib-berlin.mpg.de in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences. "Gedächtnis im Alter wird mit gutem Grund meist im Hinblick auf Demenz untersucht. Doch auch gesunde Senioren unterscheiden sich erheblich, was die Gehirnleistung betrifft", berichtet Studienautorin Irene Nagel im pressetext-Interview.
Auch ohne Demenz schwindet die Gehirnleistung im Alter, indem etwa die Nervenzellen und ihre Synapsen, jedoch auch zahlreiche Botenstoffe wie etwa Dopamin abnehmen. Diese Prozesse, die zueinander in komplexer Wechselwirkung stehen, verlaufen von Mensch zu Mensch verschieden. "Solche Rückgänge können durch den Lebenswandel beeinflusst sein, aber auch durch Krankheiten oder genetische Voraussetzungen. Das führt dazu, dass wir uns im Alter in der Gehirnleistung immer mehr voneinander unterscheiden", so Nagel.

Unterschiede wachsen im Alter

Die Berliner Forscher wollten nun herausfinden, wie sich diese Unterschiede in der Aktivität des Gehirns zeigen. Dazu stellten sie sowohl jungen Erwachsenen als auch Senioren die Aufgabe, sich räumliche Muster unterschiedlicher Komplexität einzuprägen und über kurze Zeit zu merken. Die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) zeigte, welche Gehirnregionen dabei aktiviert wurden und wie ein veränderter Schwierigkeitsgrad der Aufgaben diese Aktivität beeinträchtigte. Aufgrund der Richtigkeit der Antworten schlossen die Forscher auf die kognitive Leistung der Versuchspersonen.
Bei allen Untersuchten zeigte sich, dass gute Leistung dann auftritt, wenn die Aktivierung des Gehirns an die Aufgabenschwierigkeit angepasst wird, wohingegen gleiche oder abfallende Aktivierung bei steigender Schwierigkeit zu schlechter Leistung führte. Die Altersgruppen unterschieden sich insofern, als die Seniorengehirne mit schwacher Leistung bei schwierigen Aufgaben viel deutlicher an Aktivität verloren. Das sei kein Hinweis auf Resignation, betont die Studienleiterin. "Auch die älteren Probanden waren sehr motiviert bei der Teilnahme, zudem lag die Genauigkeit ihrer Antworten eindeutig über der Ratewahrscheinlichkeit."

Superhirn kann man trainieren
"Unterschiede in der Leistung lassen sich durch Unterschiede in der Anpassung vorhersagen", so Nagel. Bei den Senioren mit durchgehend richtigen Antworten steigerte sich die Gehirnaktivitierung hingegen fast genauso wie bei den jungen Erwachsenen mit zunehmender Schwierigkeit der Aufgabe. "Die Unterschiede bei alten Menschen zeigen, dass auch im hohen Alter eine hohe Gehirnleistung möglich ist." Es lohne sich daher, genauer zu erforschen, welche Faktoren den Alterungsprozess auf positive Weise beeinflussen und nach welchen Mechanismen er folgt.
Was man am besten tun sollte, um "kognitiv erfolgreich" zu altern, wird in der Wissenschaft aktuell untersucht. Nagel bezeichnet drei Faktoren als wesentlich. "Am wichtigsten ist die gesunde Lebensführung, wozu regelmäßiges Ausdauertraining sowie ein geistig waches, engagiertes Leben mit möglichst vielen sozialen Interaktionen gehört. Zweitens gehört das kognitive Training dazu, wobei aus wissenschaftlicher Sicht Erfolgschancen am größten sind, wenn dieses über lange Zeit erfolgt und die Aufgabenschwierigkeit individuell angepasst ist."
Grenzen der Beeinflussung
Einen dritten Faktor könnten auch Medikamente darstellen, deren Wirkung jedoch noch wenig erforscht ist. "Man sollte jedoch nicht außer Acht lassen, dass auch Gene und Krankheiten eine Rolle spielen. Der Alterungsprozess ist daher nur bis zu einem gewissen Grad beeinflussbar", so die Forscherin.
Abstract der Studie unter http://www.pnas.org/content/106/52/22552.abstract


Gen für Gedächtnisbildung identifiziert
Entdeckung soll Alzheimer-Bekämpfung unterstützen

Rom (pte/08.02.2010/06:10) - Wissenschaftler des Istituto di Neurobiologia e Medicina Molecolare http://www.inmm.cnr.it und des Istituto di Neuroscienza http://www.in.cnr.it haben eine entscheidende Rolle des Gens "PC3/Tis21" bei der Entwicklung der Neuronen und der Bildung des menschlichen Gedächtnisses nachgewiesen. Die Entdeckung könnte ihrer Ansicht nach bei der Bekämpfung degenerativer Nervenkrankheiten wie Alzheimer zum Einsatz kommen.
"Im menschlichen Gehirn werden im Zuge der Neurogenese ständig neue Nervenzellen gebildet. Das Fehlen von PC3/Tis21 verhindert die Differenzierung und Reifung neuer Neuronen im Hippocampus", erläutert Teamleiter Felice Tirone. "Dies führt zum Verlust des selektiven Gedächtnisses und der Fähigkeit, verschiedene Ereignisse oder Eindrücke sinnvoll miteinander zu verbinden." Andere ebenfalls vom Hippocampus abhängige Gedächtnisformen wie beispielsweise das räumliche Gedächtnis blieben davon unberührt.
Protein mit Doppelfunktion
Das auch als BTG2 bekannte Protein habe eine Doppelfunktion. Zuerst diene es als Inhibitor bei der Zellteilung und gleich danach als Repressor des bei der Differenzierung der Nervenzellen beteiligten Gens Id3. Deshalb liege die Vermutung nahe, dass PC3/Tis21 einen maßgeblichen Einfluss auch auf den zeitlichen Ablauf bei der Neuronenbildung im Gedächtnis habe. Einzelheiten der mit Forschern der Università Lumsa und der Fondazione Santa Lucia durchgeführten Untersuchung sind in der internationalen Fachzeitschrift "Plos One" veröffentlicht worden.


Zahnersatz zum Nulltarif

Vorsicht Mogelpackung!

Einige Krankenkassen werben verstärkt mit diesem Versprechen um Versicherte. Doch meistens handelt es sich um eine Mogelpackung.

Die Aussicht klingt zunächst verlockend. Jedoch sollten Sie wissen, mit diesem Angebot bekommen Sie nur die sogenannte Regelversorgung. Das bedeutet in der Definition: Einfach, zweckmäßig und wirtschaftlich und beschreibt ein Leistung, die nur die Wiederherstellung der Kaufunktion meint.
Entscheiden Sie sich für eine ästhetisch oder funktional anspruchsvollere Lösung, entstehen für Sie Mehrkosten. Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns macht in einer Patienteninformation auf die Konsequenzen aufmerksam, die ein Wechsel aus diesem Grund mit sich bringen kann.

Das Ende der freien Arztwahl

Der Nulltarif ist deshalb letztendlich nur ein Lockangebot, um Patienten erst einmal in die Praxis eines Zahnarztes zu bringen, der mit der werbenden Krankenkasse einen speziellen Vertrag hat. Als Patient berauben Sie sich mit der Wahl dieses Angebotes ihrer Krankenkasse der gesetzlich garantierten freien Arztwahl. Denn wer Ihnen für die Zahnersatzversorgung in den Mund schaut, entscheidet nun die Krankenkasse. Möglicherweise müssen Sie also dafür zu einem ihnen völlig unbekannten Zahnarzt wechseln. Aber auch der Zahnarzt, der Zahnersatz zum Nulltarif anbieten möchte, opfert dafür seine Unabhängigkeit in der Wahl des Dentallabors bei dem er den Zahnersatz beziehen möchte. Denn die Krankenkasse schreibt ihm damit vor, mit welchem Zahnlabor er künftig zusammenarbeiten muß.
Eine vielleicht seit vielen Jahren gewachsene Vertrauensbeziehung zu Ihrem Zahnarzt steht ebenfalls damit zur Disposition, denn er ist es, der Ihre Ansprüche, Wünsche, Gewohnheiten oder gar Ängste gut kennt.

Wohnortnahe Versorgung gefährdet

Würden sich diese Nulltarif-Angebote durchsetzen wäre die wohnortnahe Versorgung gefährdet und es könnte sogar zu Engpässen  und Wartezeiten in der zahnärztlichen Versorgung kommen. An einer wohnortnahen und flächendeckenden Versorgung können die Nulltarif-Anbieter nämlich gar nicht interessiert sein. Schon um lange Transportwege (z.B. bei Auslandszahnersatz) und Wartezeiten zu vermeiden ist die Versorgung vor Ort für Sie vorteilhaft. Aber auch bei eventuellen Nachbesserungen oder Reparaturen Ihres Zahnersatzes.

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Randnotizen - für Sie aufgespießt

Dentaltourismus

bleibt trotz Medienpräsenz beim Patienten eine Randerscheinung. So lautet das Ergebnis einer Studie des Instituts der Deutschen Zahnärzte. Eine große Mehrheit der Befragten äußerte eine große Zufriedenheit mit dem heimischen Zahnarzt und dessen Labor.
Über 90 Prozent bezweifeln, daß sie im Ausland mit der gewohnten Qualität behandelt werden. Zu Recht: Wie eine Untersuchung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen in Rheinland-Pfalz ergab, weist jeder dritte Zahnersatz, der im Ausland eingesetzt wurde, Mängel auf.





Bluthochdruck: Auch an die Zähne denken


Heide Rosenthal
Foto: ProDente
Zur Behandlung eines hohen Blutdrucks werden häufig Medikamente verordnet die über lange Zeit eingenommen werden müssen. Einige dieser Arzneimittel können jedoch die Bildung bakterieller Zahnbeläge begünstigen. Damit steigt das Risiko für eine chronische Zahnfleischentzündung, die schließlich zum vorzeitigen Verlust von Zähnen führen kann. Patienten mit Bluthochdruck solten daher stets auf eine sorgfältige Mundhygiene achten und regelmäßig die Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt wahrnehmen.



Zahnbürste:

Die ideale Zahnbürste für jeden gibt es nicht. Harte Bürsten reinigen besser, können aber bei falscher Putztechnik oder empfindlichen Zahnhälsen schaden. (Tipp: fragen Sie bei Ihrem nächsten Vorsorgetermin danach und lassen sich eventuell die "richtige" Technik zeigen)
Weiche Bürsten entfalten dagegen eine geringere Reinigungswirkung, betont Prof. Stefan Zimmer von der Universität Witten / Herdecke. In einer Studie stellte er fest: Harte Zahnbürsten eignen sich für alle, die stärker zu bakteriellen Belägen neigen, aber keine Zahnfleischprobleme haben. Wer dagegen öfter unter Zahnfleischverletzungen oder -entzündungen leidet, greift besser zu einer weichen Bürste - sollte dann aber besonders sorgfältig putzen.

Neben der einfachen manuellen Putztechnik mit einer der herkömmlichen Zahnbürsten können Sie die Zahnreinigung auch mit einer elektrischen Zahnbürste vornehmen. Lassen Sie sich vor dem Ankauf jedoch beraten. Auch hier ist Ihre Zahnarztpraxis ein komptenter Ratgeber, der Ihnen das zu Ihnen passende Gerät empfehlen kann. Fragen Sie bei Ihrem nächsten Vorsorgetermin ruhig danach.

Putzmüde ins Bett
 
Jeder vierte Mann in Deutschland putzt sich abends nicht die Zähne. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse.
Als häufgste Gründe für ihr Versäumnis gaben die Befragten an:

  • zu müde (29 Prozent)
  • einfach vergessen (23 Prozent)
  • keine Zeit (22 Prozent)
Bei Frauen geht nur jede siebte ohne Zahnpflege ins Bett.

Zahnärzte raten: Mindestens zweimal täglich (morgens und abends) jeweils mindestens zwei Minuten lang zu putzen.

Tipp: Keine Ausreden für Prothesenträger. Auch die Zahnprothese sollte nach jeder Mahlzeit, jedoch mindestens morgens und abends vor dem Schlafen gehen gründlich geputzt werden. Hierfür eignet sich - genauso wie für die festsitzenden Zähne - die richtige Zahnbürste und Zahncreme (weiter zum Thema, bitte nach unten scrollen!)


Zahnschmerzen - Was hilft im Notfall
?

Was tun, wenn die Schmerzen sie gerade nachts oder am Wochenende quälen? Jetzt tut erste Hilfe Not.

Notdienste

Wer schlimme  Schmerzen hat sollte natürlich möglichst schnell in die Praxis oder in die Zahnstation einer Klinik gehen, um sich helfen zu lassen. Aber häufig treten Zahnschmerzen nach dem Zubettgehen auf. Denn meistens steckt dahinter eine Entzündung - durch die Bettwärme dehnt sich das entzündete Gewebe aus und drückt auf den Nerv. Wenn Sie jedoch nicht zu einem fremden Zahnarzt, sondern zu ihrem vertrauten Behandler gehen wollen gibt es probate Mittel um sich über die Zeit oder das Wochenende zu retten.

Hier unsere Tipps:

  • Sie können versuchen, die Schmerzen mit natürlichen Mitteln zu lindern. Kauen Sie zum Beispiel mit dem beschädigten Zahn auf einer Gewürznelke herum, oder tropfen Sie Nelkenöl auf die schmerzende Stelle. Hilfreich können auch vorsichtige Spülungen mit Kamillen- oder Salbeitee sein.
  • Mit rezeptfreien Schmerzmitteln aus der Apotheke lassen sich auch Zahnschmerzen wirksam lindern. Mittel der Wahl sind zum Beispiel Medikamente mit den Wirkstoffen Ibuprofen, Naproxen oder Paracetamol. Präparate mit Acetylsalicylsäure (ASS) sind daggen weniger empfehlenswert, da sie die Blutungsneigung erhöhen. Falls der Zahnarzt einen Zahn ziehen oder einen Eiterherd öffnen muß, könnte es dann zu einer verstärkten Blutung kommen.
  • Nach dem Zahnarztbesuch sollten Sie möglichst Ruhe bewahren. Körperliche Aktivitäten könnten das Nachbluten fördern und die Schmerzen verstärken. Verzichten Sie dann auch auf Kaffee, schwarzen Tee und Alkohol.
Vorsicht Zahnerosion

  • Viele Lebensmittel geben den Zähnen Saures: Zahlreiche Obstsorten, Fruchtriegel,viele Fertiggerichte sowie Fruchtsäfte, Smoothies, Softdrinks und Sportgetränke enthalten Säuren, die den Zahnschmelz aufweichen. Nach dem Genuß solcher Lebensmittel sollten Sie sich nicht direkt danach die Zähne putzen, sondern eine halbe Stunde warten.
  • Auch nächtliches knirschen mit den Zähnen, häufiges Sodbrennen und ein verminderter Speichelfluß können die Verursacher sein.
Um Zahnerosion zu vermeiden, sollten Sie Softddrinks und Fruchtsäfte nur in Maßen genießen oder direkt nach einer Hauptspeise verzehren. Die regelmäßige Anwendung von flouridhaltigen Mundspüllösungen beugt einem Schmelzschwund vor.
Quelle: Patientenmagazin der Kassenzahnärztlichen Vereinigung




Keine Angst vor Unterzucker
Diabetes zeitgemäß behandeln

Nürnberg (djd/pt). Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes fahren im Stadtgebiet von Nürnberg rund 256700 Menschen ein Auto (Stand: 1.1.2009). Doch was für die meisten selbstverständlich ist, kann für Diabetiker zur Nervenprobe werden - denn die Angst vor dem Unterzucker fährt mit. Zwar muss ein niedriger Blutzuckerspiegel nicht gleich in einen lebensbedrohlichen Schock übergehen. Doch auch Übelkeit, Herzklopfen, Zittern, Sehstörungen und Schwindel sind für die Betroffenen mehr als unangenehm. Treten die Symptome häufiger auf, raten Experten, den Arzt aufzusuchen, um Ursachen wie Herzrhythmusstörungen oder Blutdruckschwankungen auszuschließen.
Liegt ein Insulinüberschuss vor, können blutzuckersenkende Arzneimittel der Grund sein und eine Umstellung der Medikamente notwendig machen. "DPP-4-Hemmer wie Sitagliptin (Januvia) senken den Blutzuckerspiegel abhängig vom aktuellen Glukosegehalt im Blut, jedoch nicht unter 65 mg/dl, sodass keine Unterzuckerung entstehen kann", so Dr. Rüdiger Kilian. Bislang durften diese Medikamente, die verhindern, dass Darmhormone abgebaut werden, in Europa nur in Kombination mit dem Glukosehemmer Metformin verordnet werden. "Doch nun ist auch die alleinige Einnahme des DPP-4-Hemmers Sitagliptin eingeschränkt erlaubt", weiß der Göttinger Diabetologe, "und zwar dann, wenn Metformin aufgrund von Nebenwirkungen oder Unverträglichkeit ungeeignet ist und durch Diät und Bewegung allein keine ausreichende Blutzuckerkontrolle erzielt werden kann."






Einsamkeit ist ansteckend!

NEU-ISENBURG (men). Kann man sich mit Einsamkeit anstecken wie mit einer Erkältung? Ja, sagen US-amerikanische Forscher. Menschen, die sich einsam fühlen, können dieses Gefühl auf andere übertragen. So verlieren sie auch die wenigen Sozialkontakte, die sie noch haben.


Quelle: photocase


"Wir haben bei einsamen Menschen ein bemerkenswertes Ansteckungsmuster entdeckt. Sie ziehen sich an den Rand ihres sozialen Netzwerks zurück und verlieren nach und nach auch noch die wenigen Freunde, die sie noch haben", erklärt John Cacioppo aus Chicago. Zusammen mit Kollegen der Universitäten von California-San Diego und Harvard hat der Psychologe für die vorliegende Studie Daten von mehr als 5000 Teilnehmern der Framingham Heart Study ausgewertet (Journal of Personality and Social Psychology, online vorab, Dezember 2009).

Die Forscher stellten eine Beziehung her zwischen der Anzahl enger Freunde, die ein Studienteilnehmer benannte, und der Häufigkeit von Einsamkeits-Episoden des betreffenden Teilnehmers. Dabei stellten sie fest, dass einsame Menschen ihre Bezugspersonen mit ihrer Einsamkeit "ansteckten", sodass diese ebenso an den Rand ihres sozialen Netzes rückten.
Das Gefühl der Einsamkeit verbreitete sich in der Studie eher unter Freunden als unter Verwandten. Frauen liefen dabei eher Gefahr als Männer, sich mit der Einsamkeit eines anderen "anzustecken".
"Einsame Menschen haben ein erhöhtes Risiko für diverse psychische und somatische Erkrankungen. Freunde und Bekannte sollten sich daher verstärkt um Betroffene kümmern, bevor diese sich immer mehr zurückziehen", meint Cacioppo.

Quelle: Ärztezeitung

Originalpublikation:
http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=1319108


Aus dem Weg, Schweinehund!

Heide Rosenthal

Sport in der zweiten Lebenshälfte

Nürnberg (djd/pt). Tanz und sportliche Aktivitäten, die früher jungen Leuten vorbehalten waren, drücken heute auch die Vitalität der Menschen über 45 aus. Alleine im Stadtgebiet von Nürnberg sind immerhin 233377 Personen in diesem Alter gemeldet (Quelle: genesis; Stand 31.12.2007).

Vielen von ihnen steht allerdings immer noch der innere Schweinehund im Weg, für sie ist es das größte Problem, sich überhaupt aufzuraffen. Dr. Matthias Brem ist Assistenzarzt am Uniklinikum Erlangen und Mannschaftsarzt des Bundesligisten 1. FC Nürnberg: "Prinzipiell ist jede Form der Bewegung sinnvoll, selbst wenn sie nur einmal pro Woche ausgeübt werden kann. Abhängig von Vorerkrankungen und Beschwerden sollten Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Nordic Walking gewählt werden, welche die Gelenke nicht zu stark belasten." Dr. Brem rät dazu, vor der ersten sportlichen Aktivität eine Herz-Kreislauf-Untersuchung durchführen zu lassen, um Risikofaktoren erkennen zu können.









Dr. Matthias Brem ist Assistenzarzt am Universitätsklinikum Erlangen und Mannschaftsarzt des Bundesligisten 1. FC Nürnberg.

Foto: djd/kqv Versicherungen



Entscheidende Gene für Alzheimer entdeckt

CLU und PICALM spielen bei Cholesterin und Entzündungen entscheidende Rolle


Nottingham (pte) - Wissenschaftlerteams mehrerer britischer Universitäten haben zwei Gene entdeckt, die möglicherweise mit der Entstehung von Alzheimer in Zusammenhang stehen. Das sind die ersten genetischen Hinweise auf die Krankheit, die seit 16 Jahren gefunden wurden. Wissenschaftler überdenken derzeit aufgrund dieser Forschungsergebnisse ihre Theorien über die Entstehung von Alzheimer. Die Gene wurden durch die Analyse von 16.000 DNA-Proben identifiziert und sind dafür bekannt, dass sie bei Entzündungen und dem Abbau von Cholesterin eine Rolle spielen. Es wird gehofft, dass die in Nature Genetics http://www.nature.com/ng veröffentlichte Studie zu neuen Möglichkeiten der Behandlung führen wird.
APOE4 war das letzte und einzige Gen, das bisher mit der verbreiteten Form von Alzheimer in Zusammenhang gebracht wurde. Die Daten der aktuellen Studie wurden an französische Wissenschaftler weitergegeben, die mit CR1 ein drittes Gen identifizierten. Die beiden von den britischen Wissenschaftler identifizierten Gene, CLU und PICALM, sind dafür bekannt, dass sie im Gehirn eine schützende Funktion haben. Genetische Veränderungen können entweder den schützenden Effekt verschwinden oder die "Beschützer zu Angreifern" werden lassen.
Kevin Morgan von der University of Nottingham, ein Mitglied des Teams, erklärte, dass Cholesterin und Entzündungen zwei Bereiche sind, die vielleicht den Einsatz konventioneller Medikamente ermöglichen könnten. Die Frage sei jetzt, ob die Senkung der Cholesterinwerte und die Behandlung von Entzündungen das Alzheimer-Risiko verändern könne. Julie Williams, leitende wissenschaftliche Beraterin des Alzheimer's Research Trust http://www.alzheimers-research.org.uk ist, erläutert, dass das Team nach einer bestimmten Theorie zu Alzheimer gesucht habe. Die neuen Daten legten jedoch nahe, dass etwas ganz anderes der Fall ist. "Wir wissen derzeit nicht wirklich, wie es zu einer Alzheimer-Erkrankung kommt. In einigen Jahren dürften wir ein vollständigeres Bild haben." Eine weitere Studie mit 60.000 Personen ist für das kommende Jahr geplant. Derzeit leiden allein in Großbritannien 700.000 Menschen an einer Demenz. Im Jahr 2050 sollen es bereits 1,7 Mio. sein.

Quelle: Pressetext.de

     „Gesund beginnt im Mund
                                                         -  krank sein oftmals auch“

„Tag der Zahngesundheit" 2009 verdeutlicht die Zusammenhänge

Seit 1991 findet dieser Aktionstag in Deutschland statt.

Krankheiten, die im Mund beginnen und Folgen für den gesamten Organismus haben können:

„In der Mundhöhle sind zahlreiche Infektions- und Entzündungsherde möglich. Eine folgenschwere und besonders gut untersuchte Erkrankung der Mundhöhle ist die Parodontitis (von Laien oft Parodontose genannt). Die Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates, bei der es aufgrund der Bakterien am Zahnhals und weiterer Faktoren zur Ausbildung von Zahnfleischtaschen, zum Abbau des zahnumgebenden Knochens und letztlich auch zum Zahnausfall kommen kann. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben in den letzten Jahren gezeigt, dass Patienten mit Parodontitis ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und eine schlechtere Blutzuckereinstellung bei Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) aufweisen. Obwohl die genauen Krankheitszusammenhänge noch nicht vollständig erforscht sind, nimmt man an, dass bei einer Parodontitis Bakterien und Entzündungsmoleküle aus dem Mund in die Blutgefäße des Zahnhalteapparates gelangen und sodann über das Blut zu anderen Stellen des Körpers transportiert werden. In den Gefäßen, die das Herz oder das Gehirn versorgen, können die Bakterien und Entzündungsmoleküle zu Schädigungen, Verdickungen und Verkalkungen der Gefäßwände führen. Zusätzlich können diese Entzündungsmoleküle die Wirkung von Insulin, das unter anderem die Aufnahme von Zucker in Zellen fördert, hemmen. Dadurch verbleiben mehr Zuckermoleküle im Blut, d.h., der Blutzuckerspiegel steigt an, was besonders bei Diabetikern kritisch ist."

Krankheiten aus dem Bereich der Allgemeinmedizin mit Auswirkungen auf die Mundgesundheit:

„Obwohl es zahlreiche weitere Erkrankungen (z.B. Blutkrebs, Aids) gibt, die einen schädigenden Einfluss auf die Mundhöhle ausüben, sei hier als Beispiel aufgrund der enormen Verbreitung in der Bevölkerung noch einmal der Diabetes erwähnt. Patienten mit einem schlecht ein
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04.09.2010
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15.04.2010
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Stressfrei in die Ferien: Koffer zu Hause abholen lassen
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24.03.2010
Bundessozialgericht urteilte:
Sozialamt darf Senioren nicht ohne weiteres zum Umzug zwingen
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