Teure Hilfe unter Freunden
Die private Haftpflichtversicherung kommt dafür auf, wenn der Versicherte einem Dritten einen Schaden zufügt und ein Verschulden vorliegt. Bei Gefälligkeitshandlungen ist eine Haftung in vielen Fällen aber rechtlich zweifelhaft. Erweist der Versicherte zum Beispiel bei Umzug oder Renovierung einen Verwandtschafts- oder Freundschaftsdienst, so muss er den Schaden häufig gar nicht ersetzen. Deshalb muss auch die Haftpflichtversicherung für solche Schäden nicht aufkommen.
Ruth Knittel
Kreditklemme für ältere Mitbürger?
Seit der Finanzkrise pfeifen es ja die Spatzen bereits von den Dächern, daß Kredite bei Banken oft nur unter erschwerten Bedingungen zu erhalten sind. Der Grund ist mangelndes Vertrauen in die Kreditwürdigkeit. Das ist jedoch nicht nur bei den üblichen Kreditnehmern derzeit vermehrt feststellbar, auch die Banken untereinander haben erhebliche Probleme sich gegenseitig zu vertrauen. Sehr große Hürden werden jedoch inzwischen bei Kreditanträgen von Menschen jenseits der 65 aufgebaut.
Was können Sie tun, wenn Sie einen Kredit beantragen möchten?
Wurde der Rentnerkredit seitens der Bank gewährt und ausgezahlt, wird die Kreditsumme innerhalb der vereinbarten Laufzeit zum vereinbarten Zinssatz in entsprechenden Ratenzahlungen getilgt. Sollte durch unvorhergesehene Ereignisse, beispielsweise Krankheit, eine fristgerechte Ratenzahlung nicht möglich sein, kann mit der Bank im Einzelfall eine befristete Ratenaussetzung vereinbart werden.

Steuererklärung ja oder nein? – Kostenfreier Steuercheck hilft Rentnerinnen und Rentnern
Die Finanzverwaltung hat angekündigt, dass sie seit diesem Monat verstärkt auf Rentnerinnen und Rentner zugeht, die bislang keine Steuererklärung abgegeben haben.
Finanzberatung der Postbank:
Finanztest warnt vor Falschberatung bei der Postbank
Detaillierter Bericht in der November Ausgabe des Heftes.
Oft zum Nachteil von Kunden
weiter unter test.de
Frauen können besser loslassen als Männer
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Nürnberg (djd/pt). Einen alten Baum verpflanzt man nicht? Der Frage, wie sehr die Bundesbürger in der zweiten Lebenshälfte an ihren eigenen vier Wänden hängen, ging die Studie "Die freie Generation. Das Lebensgefühl der Menschen ab 45" des Direktversicherers KarstadtQuelle Versicherungen nach. Ende 2007 gehörten im Stadtgebiet von Nürnberg zu dieser Altersgruppe 67349 Frauen und 106303 Männer.
Im Rahmen der Erhebung wurden die Menschen unter anderem gefragt, ob sie sich vorstellen können, im Alter in eine kleinere Wohneinheit zu ziehen, um dadurch mehr Geld zur Verfügung zu haben. 53 Prozent der weiblichen Immobilienbesitzerinnen würden ihr eigenes Zuhause "loslassen" und entsprechend "ummünzen".
Damit sind Frauen deutlich weniger emotional als Männer. Denn 67 Prozent von ihnen können sich gar nicht vorstellen, sich von ihrem Häuschen oder ihrer Eigentumswohnung zu trennen. Die Tendenz dabei ist eindeutig: Je älter die befragten Immobilienbesitzer sind, desto mehr legen sie Wert auf die gewohnten vier Wände. Auch bei der Infrastruktur sind die älteren Bürger heute anspruchsvoll. Neue Untersuchungen zeigen, wie wichtig ihnen die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, nahe gelegene Einkaufsmöglichkeiten und eine gute medizinische Versorgung sind.
Anspruchsvoll auch in Sachen Versicherung
Die Menschen in der zweiten Lebenshälfte sind aber nicht nur beim Wohnen anspruchsvoll, sie entscheiden sich etwa auch ganz bewusst für Versicherungen, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Der Direktversicherer KarstadtQuelle Versicherungen beispielsweise wendet sich bereits seit seiner Gründung 1984 vor allem an Verbraucher, die älter als 45 Jahre sind. Menschen in der zweiten Lebenshälfte sollen gezielt mit bedarfsgerechten Produkten angesprochen werden. Drei Viertel der insgesamt über vier Millionen Kunden gehören dieser Zielgruppe an. Wie unterscheiden sich die Bedürfnisse der älteren Verbraucher von denen der jüngeren? "Die Senioren sind noch anspruchsvoller", sagt Peter M. Endres, Vorstandsvorsitzender der KarstadtQuelle Versicherungen. "Sie achten ganz besonders auf Qualität und Service. Wichtig für sie ist es, Versicherungen ohne Gesundheitsfragen und ohne Altersbeschränkung abschließen zu können."
Susanne Tyll, Dipl.-Pädagogin und Politologin ist Expertin für altersgerechtes Wohnen und Leben (Foto: djd/KQV)
Ein Qualitätssiegel verweist Hinterbliebene auf einen guten Bestatter Hilfreich sind Qualitätssiegel wie beispielsweise das Zeichen „Qualifizierter Bestatter“. Betriebe, die dieses Siegel führen, sind in einem gleichnamigen Netzwerk vereinigt. Das Netzwerk wurde von Aeternitas, der Verbraucherinitiative Bestattungskultur, initiiert. Von den Verbraucherschützern der Stiftung Warentest wurde die Website www.gute-bestatter.de im „test“ (03/07) empfohlen, im Sonderheft „Bestattung“ (11/2008) wird das Qualitätszeichen erneut hervor gehoben. Seine Besonderheit: Es attestiert Qualität im Sinne eines guten und fairen Angebots für Verbraucher. Damit schützt es zugleich vor Reinfällen. Quelle: djd Internet unter www.gute-bestatter.de
Billig-Grabsteine stammen meist aus Kinderhand
München verbietet Billig-Importe - Steinmetze protestieren
München (pte/03.02.2009/15:00) - Die Zunft der Steinmetze sieht sich von schwierigen Rahmenbedingungen im Bestattungswesen bedroht. Angepasste Friedhofssatzungen und das veränderte Kundenverhalten bei Bestattungen lassen die Umsätze einknicken. Für Protest unter den Steinmetzen sorgen aktuell auch neue Friedhofsvorschriften durch die Stadtverwaltung München, die Schule machen könnten. Diese sehen vor, künftig ausschließlich Grabsteine zuzulassen, "die nachweislich in der gesamten Wertschöpfungskette ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt sind". Die Steinmetze empfinden die Vorschriften als "Gängelung" und klagen vor dem Verwaltungsgerichtshof. Mit ihrer Argumentation ernten sie jedoch gehörig Kritik. "Was ist das für eine Begräbniskultur, Kinder für seinen Grabstein arbeiten zu lassen", kritisiert Globalisierungsexperte Heinz Schulze, Vorstand des Münchner Nord-Süd-Forums http://www.nordsuedforum.de.
Preiswerte Bestattung durch Kinderarbeit (Foto: pixelio.de, Thommy Weiss)
Bundesweit liegt der Anteil von Grabsteinen dem Experten zufolge bereits zwischen 50 und 70 Prozent und besonders hoch im Norden. Seit Inkrafttreten des neuen Bestattungsgesetzes in Nordrhein-Westfalen erkennen auch dort ansässige Steinmetzunternehmen eine Gefährdung ihrer Arbeitsplätze. Neue Friedhofsordnungen und das geänderte Trauerverhalten sollen die Zahl anonymer Bestattungen zu Ungunsten der Zunft steigern, berichtet die Aachener Zeitung. Gerade bei traditionellen Grabsteinen sei ein enormer Umsatzeinbruch zu verzeichnen. Dem neuartigen Kundenverhalten liegt jedoch auch ein höheres Preisbewusstsein unter den Trauernden zugrunde, das das Geschäft mit Grabsteinen aus Kinder- und Sklavenarbeit fördere. "Die Steine aus Indien und China sehen schöner aus und haben andere Farben als der graue deutsche Granit", erklärt Schulze gegenüber pressetext. Nicht nur der Preis, sondern auch die Nachfrage nach hoher Qualität würden daher die Importe von Grabsteinen fördern.
Kommentar
Liebe Leser,
bei allem Verständnis für die Teuerungen, die uns alle mehr oder weniger stark betreffen, auch im Hinblick auf Bestattungs- und Grabkosten. Wir sollten trotzdem darauf achten wie "unser" Produkt hergestellt wurde. Wir können nicht unseren Wohlstand bzw. Comfort und Einsparungskosten auf dem Rücken von schwangeren Frauen und Kinderarbeit guten Gewissens sichern. Vielleicht hat die auf uns zukommende Wirtschaftskrise einen entscheidenden Vorteil: Wir sollten einmal unser Verhalten und unsere Werte auf den Prüfstand stellen. Sind diese oder jenen Produkte wirklich notwendig und wenn ja, worauf legen wir wert? Denken Sie über den jüngsten Milch-Skandal in China kritisch nach! Es geht dabei nicht nur um das Profitdenken von Unternehmern im fernen Asien, sondern natürlich auch um Billigprodukte, die wir in China oder anderen asiatischen Ländern beziehen und deren Qualität in Sachen Herstellung und Materialzusammensetzung gelegentlich auch bei uns zu negativen Schlagzeilen führen. Abgesehen von gesundheitlichen Auswirkungen für den Käufer sind gerade solche Dinge sehr oft unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt worden. Wir alle haben im TV sicherlich schon Berichte gesehen über skavenähnliche Auswüchse in manchen Produktionsstätten. Aber nicht nur das, auch der Gesundheitsschutz und die Arbeitszeiten sind oft zu bemängeln. Da werden Sicherheitsstandards mißachtet und dabei auch schwere Verletzungen der Arbeiter riskiert. Material und Farbstoffe täuschen oft gute Qualität vor, sind aber im Gebrauch dann manchmal sogar gefährlich. Im Zusammenspiel mit überlangen Arbeitszeiten und Drei-Schicht-Betrieb sind natürlich auch die Ergebnisse unterschiedlich. Bei Frauen gibt es zumeist noch nicht mal Schutzzeiten, die einzuhalten sind. Das heißt, sie arbeiten unter beeinträchtigenden Bedingungen in Lärm, Staub und Chemiedämpfen bis zur Entbindung. Gerade in asiatischen Ländern ist es sehr häufig so, daß bereits kleine Kinder schon zum Lebensunterhalt der Familie beitragen müssen, manchmal auch als einziger Verdiener. Wäre das in Deutschland, vor unserer Haustüre, was gäbe es für einen Aufschrei im Land - und das zurecht! Aber so ist es im fernen Asien und wir müssen es ja nicht mit ansehen! Übrigens: der Verdienst bei den Arbeitern liegt häufig gerade mal bei 1 - 1,5 Euro manchmal auch weniger. Neben den bereits erwähnten Problemen, bedeutet es natürlich auch, daß wir die Produktion von Produkten mit deutschen bzw. EU Standards unmöglich machen und damit Arbeitsplätze in unserer Region zerstören. Denken Sie einmal darüber nach. Es geht nicht darum globale Produktionen pauschal anzuprangern, sondern mitzuhelfen, daß wenn wir schon Produkte aus anderen Ländern importieren, wir wenigstens auf faire Herstellung achten. Wenn wir beispielsweise beim Steinmetz nachfragen, woher er den günstigen schönen Stein bezogen hat, sollten wir auch fragen, ob er frei von Kinder- und Sklavenarbeit hergestellt wurde. Unserer Verhalten kann dafür sorgen, daß weltweit zumindest menschenwürdig produziert wird. Unser Nachfragen kann dabei helfen, daß das zur Selbstverständlichkeit wird. Was der Kunde nicht will, wird der Händler nicht mehr anbieten.
Besonders betroffen sind die Spielzeugbranche, Elektro, Textil, auch Zahnersatz und seit neuestem also Grabsteine.
Schöner ruhen
Bunte Vielfalt statt eintöniger
Massenware: Symbolträchtige
Grabmale sind einzigartig.
Foto: djd/Aeternitas
Grabmal-Ted im Internet: Welche Grabsteine wünschen sich die Bundesbürger?
Nürnberg (djd/pt). Hermann Weber, Vorsitzender von Aeternitas, der Verbraucherinitiative Bestattungskultur, findet die meisten der rund 32.000 deutschen Friedhöfe viel zu langweilig. "Die Bevölkerung will bunte und interessante Grabmäler und nicht das graue Einerlei." Die Einzigartigkeit des Menschen müsse sich auch in der äußeren Gestaltung seines Grabes zeigen, so Weber. "Eigentlich ist ein Grabmal das Gegenüber, die Anwesenheit des Verstorbenen. Auch im Tod sind eben nicht alle gleich, sondern verdienen ein individuelles Gedenken." Das Grabmal markiere als "Schlussstein" des Lebens das Ende eines gemeinsamen Weges und den Ausgangspunkt für einen neuen Wegabschnitt - die Erinnerung. Und diese Erfahrung mussten im Jahr 2006 in Nürnberg nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Angehörigen von 5419 Verstorbenen machen.Der "Grabmal-Ted 2008"
Aeternitas und die Zeitschrift "Naturstein" veranstalten deshalb den => "Grabmal-Ted 2008". Bis zum 10. März 2009 präsentieren sich 30, von einer Fachjury ausgewählte Grabmale ein halbes Jahr im Internet der Öffentlichkeit. Die User können unter www.grabmal-ted.de per Online-Abstimmung ihre Favoriten wählen. Beim letzten Grabmal-Ted im Jahr 2005 gaben 24.000 User ihr Votum ab, die Seite verzeichnete damals insgesamt 82.000 Besucher. Das ist eine außergewöhnlich hohe Beteiligung an einer Umfrage, die ein sensibles und von vielen gemiedenes Thema berührt. Der Erfolg der Abstimmung zeigte, dass die Menschen an individuellen Grabmalen sehr interessiert sind. Dazu noch einmal Hermann Weber: "Der Stein soll in seiner Gestaltung die Persönlichkeit des Verstorbenen widerspiegeln. Symbole, Strukturen, Formen und Farben lassen bei denen, die zum Trauern oder Erinnern gekommen sind, eine Vorstellung vom Toten entstehen."
Festakt für den Gewinner
Die Gewinner des Grabmal-Teds werden 2009 auf einer Pressekonferenz im Rahmen eines Festakts geehrt. Parallel zum Wettbewerb erscheint ein Katalog, der die Top 30 und weitere Grabmale enthält. Auf der Seite www.grabmal-ted.de findet der Besucher im Übrigen nicht nur die Abstimmung, sondern weitere Artikel, Bilder und Videos rund um die Themen Friedhof und Grabmal
Ausgabe Juni 2008:
Vorgestellt: Manfred Wiegel, Finanzökonom
Ausgabe September 2008:
Finanztipp von Finanzplanung Wiegel zum Thema nachhaltige Investitionen
Ausgabe November 2008:
Finanztipp von Finanzplanung Wiegel zum Thema Finanzkrise

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Bundessozialgericht urteilte:




