Gesunder Scharfmacher
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Studie an Freiburger Universitätsklinik
Eine noch weitreichendere Entdeckung über die positiven Eigenschaften von Senf haben vor kurzem Wissenschaftler der Universitätsklinik Freiburg gemacht: Sie fanden heraus, dass regelmäßiger Konsum insbesondere von scharfem Senf das Krebsrisiko mindern kann. Die Probanden der Freiburger Studie aßen täglich 20 Gramm scharfen Senf. Dann wurde ihnen Blut abgenommen und das Blut mit krebsauslösenden Stoffen, so genannten Karzinogenen, versetzt. "Wir haben gesehen, dass weiße Blutkörperchen von Probanden, die vorher scharfen Senf konsumiert hatten, viel besser mit solchen gefährlichen Substanzen umgehen können", kommentiert Studienleiter Professor Dr. med. Volker Mersch-Sundermann.
Je schärfer, desto besser
Verantwortlich für die krebshemmende Wirkung sind auch hier wieder die Senföle, die wissenschaftlich korrekt zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe gehören und für die Schärfe in der Würzpaste verantwortlich sind. Je schärfer also der Senf, desto höher der Anteil der Senföle und desto besser die krebsvorbeugende Wirkung. "In der Vorstudie an menschlichen Zellkulturen wirkte jedenfalls scharfer Senf wie etwa ,Löwensenf Extra' deutlich stärker als süßer Senf", so Professor Dr. med. Mersch-Sundermann. Ein Glas etwa der Düsseldorfer Spezialität sollte also in keinem Haushalt fehlen. Damit sich die Senföle nicht verflüchtigen und somit die Schärfe lange erhalten bleibt, sollte das geöffnete Glas im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Löwensenf-Suppe
Porree putzen, waschen und in Ringe schneiden. Butter in einem Topf erhitzen, Porree dazugeben und andünsten. Mehl überstäuben, Brühe angießen, aufkochen und zehn Minuten bei geringer Hitze garen. Crème fraîche und Senf unterrühren, mit Salz und Zucker abschmecken. Die Suppe mit einem Topping aus in etwas Brühe gegarten Senfkörnern, frischen Porreeringen und Kräutern garniert servieren.
Unter www.loewensenf.de gibt es mehr Rezepte.

Foto: djd/Löwensenf
Senf ist ein ungemein vielseitiger Begleiter in der Küche. Dass die gelbe Würzpaste nicht nur lecker ist, sondern auch das Krebsrisiko mindern kann, ergab eine Studie an der Universitätsklinik Freiburg.
"Fingerfood" macht Senioren wieder Appetit
Bei Stehempfängen ist das die neue Variante des kleinen Häppchens. Statt Buffet mit Platten zu bestücken, die dann "geräubert" werden oder nur die kalten Canapés zu reichen, sind bei Fingerfood die Möglichkeiten weit vielfältiger. Viele kennen vielleicht schon das kleine Süppchen in der Espressotasse, den Meeresfrüchtespieß oder auch sogar das Minischäufele mit Miniknödelchen und Soße im Gläschen. Diese Art Essen zu sich zu nehmen macht das Essen im Stehen etwas einfacher beim Smalltalk. Das Cateringpersonal bestück das Buffet einfach mit neuen Tassen, Gläschen und Schälchen.
Nun hatte eine Pflegeeinrichtung in Berlin die neue Idee aufgegriffen. Vielen Altenpflegern ist bekannt, daß Hochbetagte oder Demente sehr oft Schwierigkeiten bei der Essensaufnahme haben, weil sie entweder nicht mehr so gute motorische Fähigkeiten oder den Gebrauch des Bestecks einfach vergessen haben. Hier half dann nur noch das Essen kleingeschnitten oder pürriert anzurichten oder beim Essen zu assistieren. Natürlich bindet das nicht nur Personal, das dann nervös daneben sitzt und deren Ungeduld sich auch auf die Bewohner überträgt. Andererseits wissen wir alle, daß das Auge mitißt und wer ißt schon mit Begeisterung wenn das Essen wie Babybrei aussieht?
Finger statt Besteck – das ist die Kernidee des speziellen Ernährungskonzeptes für Menschen mit Demenz, das die CURA Unternehmensgruppe gemeinsam mit der RECATEC Dienstleistungs-GmbH entwickelt hat. Mittelfristig soll es in allen Pflegeeinrichtungen der CURA eingeführt werden. Zu dieser Entscheidung führte der Erfolg des Pilotprojekts, dessen Ergebnisse jetzt unternehmensintern ausgewertet wurden.
Fingerfood hat das Ziel, Senioren, die nicht mehr mit Besteck essen können oder wollen, eine Alternative anzubieten und ihnen so größtmögliche Selbständigkeit und Selbstbestimmung zu ermöglichen. Sie erhalten eine Auswahl von Speisen, die ohne Besteck gegessen werden können. Die handgerecht zubereiteten Häppchen sind nicht größer als ein bis zwei Bissen und leicht zu kauen und zu schlucken. Dazu eignen sich zum Beispiel entsprechend zugeschnittene Fleisch oder Gemüsestücke, Kartoffeln, angedickte Süßspeisen in Stücken oder weiches Gebäck. Auch Suppen ohne Stückchen können in kleinen Bechern gereicht werden.
In zwei CURA-Einrichtungen ist das Fingerfood-Konzept bereits erfolgreich in die Praxis umgesetzt worden: Von September 2008 bis Januar 2009 lief mit besonderer fachlicher Unterstützung das Pilotprojekt in den CURA Seniorencentren Halle Lutherbogen und Ottendorf. Die Bewohner erhielten ihre Mahlzeiten in Häppchenform zum Greifen. Im Vorfeld wurde analysiert, für wen sich Fingerfood eignet, denn wer noch kann, darf auch weiterhin mit Besteck essen. Außerdem wurde beachtet, dass es sich um Speisen handelt, die die Bewohner kennen und in der Vergangenheit gerne gegessen haben.
Von den Bewohnern wurde das neue Angebot äußerst positiv aufgenommen - die Erwartungen an die neue Versorgungsform sind sogar noch übertroffen worden: „Zwei Bewohner, die zuvor nicht mehr selbstständig gegessen haben, sind durch die Darreichungsform als Snack wieder zum selbsttätigen Essen animiert worden“ berichtet Petra Klappach, die das CURA Seniorencentrum Halle Lutherbogen leitet. „Andere Bewohner, die sonst häufig umherliefen, blieben länger am Tisch sitzen. Sie hatten durchweg mehr Freude am Essen.“ Auch die Angehörigen wurden in den Prozess aktiv einbezogen: Es gilt, Verständnis aufzubauen, dass die für uns üblichen Tischmanieren teilweise aufgehoben werden.
Auch im Alter ist eine ausgewogene und ausreichende Ernährung besonders wichtig. Das Risiko für Mangelernährung und Austrocknung ist erhöht; und eine Demenzerkrankung kann noch zusätzliche negative Auswirkungen auf das Essverhalten haben. Bei vielen Menschen führt sie zu starker Mobilität und Unruhe; sie bleiben zum Teil nicht am Essenstisch sitzen und lassen sich schnell ablenken. Auch das Hunger- und Sättigungsgefühl verändert sich, so dass die Einsicht in die Notwendigkeit von Essen und Trinken fehlt. Wie das Pilotprojekt der CURA zeigt, bietet Fingerfood hier Abhilfe, auch zur Stärkung der noch vorhandenen Ressourcen der Eigenständigkeit.
Das sagt auch Claudia Menebröcker, Expertin für geriatrische Ernährungstherapie, die das Konzept maßgeblich mitentwickelt hat und der CURA für die optimale Seniorenbewirtung beratend zur Seite steht. „Die Ernährungsschwierigkeiten von Menschen mit Demenz sind hinlänglich bekannt“, erklärt sie. „Wir zeigen, wie man sie ernst nimmt und Lösungsmöglichkeiten bietet.“
Ziel des Fingerfood-Angebotes ist zwar selbständiges Essen – allein gelassen werden die Bewohner aber nicht. Immer ist jemand anwesend, um gegebenenfalls zu unterstützen und zu dokumentieren, ob es schmeckt oder nicht und ob noch etwas nachgereicht werden darf. Bedrängt wird dabei niemand: Wie das neue Angebot zeigt, sind Toleranz und eine stressfreie Mahlzeitsituation das beste Rezept für den guten Appetit.
Informationen für Interessierte an diesem Konzept:
Die CURA Seniorencentren Halle (Saale) und Ottendorf bei Kiel, finden Sie auch bei Domizilsuche.de - Ihrem Informationsportal für Wohnen & Pflege im Alter.
Einfach verlinkten Ort anklicken um direkt zu den Informationen der Seniorencentren zu gelangen oder auf dieser Webseite das "Domizilsuche" Zeichen anklicken und über die Suchmaske suchen.
Quelle: CURA Unternehmensgruppe
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Sigrid Rau (66) aus Gladau in Sachsen-Anhalt hatte sich auf ihr ruhiges Rentenleben gefreut. Doch dann kochte sie für ein Fest Kartoffe-
lmarmelade. Die gibt es auch auf KLICK-Germany.de zu kaufen Kartoffelmarmelade mit Ananas, Krokant, Birne, Vanille oder Kürbis.
Das soll schmecken? Vor fünf Jahren hätte sich Sigrid Rau auch noch nicht vorstellen können.
Jetzt hat sie sogar eine richtige Firma, kocht fast jeden Tag diese Marmeladen. Dabei hatte sie sich ihr Rentendasein ganz anders gedacht.
Läden. Als sich das Rentenalter näherte, sagte Rolf: „Lass uns im Anhaltinischen, in der Nähe unserer Berliner Verwandten, ein schönes Grundstück auf dem Lande suchen. Da haben wir unsere Ruhe, können Rad fahren, Schwimmen und ein bisschen im Garten werkeln.“ Bald war das richtige Anwesen gefunden: 1.600 Quadratmeter groß, mit weitem Blick auf Wiesen. Und tatsächlich machten die Raus schon kurz nach ihrem Umzug den ersten Ausflug mit dem Rad. Wenige Tage später war bei uns im Jerichower Land in Genthin Kartoffelfest. Dort gab es Deftiges in Hülle und Fülle: Kartoffelsuppe, Kartoffelpuffer, Pommes. Nur etwas Süßes, das fehlte noch. Und da Sigrid gerne kocht, begann sie Zuhause zu experimentieren. Kochte und stampfte Kartoffeln, schmeckte sie mit Mandeln, Ananas, Birne und Vanille ab. Die ersten Kombinationen waren noch sehr mehlig. Aber sie schmeckten. Begeistert rief Sigrid ihren Mann. „
Rolf, probier doch mal!“ Doch er zuckte nur die Schultern, schmunzelte und ging wieder aus der Küche. Sigrid machte trotzdem weiter. Und schon auf dem nächsten Kartoffelfest 2005 verkaufte sie ihre ersten Kreationen am Stand derTouristinformation. Das Unglaubliche: Innerhalb von zwei Stunden waren alle 80 Gläser weg! Vier Wochen später stand Sigrid mit 120 Gläsern auf einem anderen Markt. Auf dem Kartoffelfest im Herbst 2006 waren es schon 300 Gläser. Wenig später stand die Lebensmittelkontrolle in Sigrids Küche: „Frau Rau, diese Mengen Marmelade dürfen Sie nicht in Ihrer eigenen Küche kochen!“ Plötzlich musste Sigrid eine Entscheidung treffen: „Sollte ich mit 62 Jahren eine Firma gründen? Mein Herz sagte sofort: Ja! Was konnte mir schon passieren? Ich hatte ja meine sichere Rente. Und das Marmeladekochen machte mir richtig Spaß.“ Von da an ging alles Schlag auf Schlag. Im Februar 2007 gründete Sigrid die Anhaltinische Schlemmer Manufactur. Im September 2007 gewann sie ein Marmeladen-Casting, gewann 2008 den Kartoffelpreis für die kreative Verwendung der Knolle. Aus dem Hobby ist längst ein Fulltime-Job geworden. Sigrid hat eine ehemalige Kantine gemietet, kocht fast 1000 Gläser Marmelade im Monat. Jetzt ist wieder Hochzeit in der Marmeladen-Küche. „Wenn ich morgens die Schürze umbinde, den Kartoffelschäler nehme und bald der leckere Geruch von frischer Marmelade durch die Kantine zieht, dann bin ich glücklich. Ehrlich gesagt: Ich hätte nie gedacht, dass eine so erfolgreiche Unternehmerin in mir schlummert.“
Wer die ungewöhnlichen Kreationen von Sigrid Rau kosten möchte, einfach hier bei KLICK-Germany.de bestellen.
(Anmerkung der Redaktion: einfach auf das Produktbanner auf der Startseite "Home" klicken)
Die Verbraucherzentrale Hamburg e.V. informiert unter http://www.vzhh.de/
Erdbeeren null Prozent, Käse null Prozent…
Aromastoffe ersetzen wertvolle Zutaten
In Fertiglebensmitteln steckt häufig kein einziges Gramm der abgebildeten Früchte, Nüsse oder Fleischsorten. Sie wurden durch Aromastoffe ersetzt. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Verbraucherzentrale Hamburg. Hier die aktuelle Liste mit 30 abgebildeten und bewerteten Produkten.
Die Hersteller sparen an den Rezepturen, indem sie auf Bananen, Pistazien oder Fleisch verzichten und stattdessen Aromastoffe einsetzen. Davon sind in der EU rund 2700 erlaubt. Es gibt keine Geschmacksrichtung, die es nicht gibt. Mit einem Gramm Aroma kann ein Kilogramm eines Lebensmittels mit Kunstgeschmack versehen werden. Der Vorteil für die Anbieter: chemische Lebensmittelzutaten kosten nur wenige Cent, echte Vanille oder Nüsse wären erheblich teurer.
Den Nachteil haben die Verbraucher. Wertvolle Inhaltstoffe findet man bei immer mehr Produkten nur noch auf Appetit anregenden Abbildungen auf dem Etikett, die Konsumenten werden getäuscht. Kaum ein Verbraucher weiß, was er wirklich isst. Denn das versteckt sich im Kleingedruckten auf der Zutatenliste. Und auch dort lauert Verschleierung. So müssen selbst in einem Vanillejoghurt mit dem Hinweis „Natürliches Aroma“ noch längst keine Vanilleschote stecken. Den Begriff „natürlich“ hat der Gesetzgeber sehr anbieterfreundlich und viel zu weit gefasst. „Natürliche Aromen“ müssen danach nicht zwangsläufig aus dem Namen gebenden Rohstoff stammen. Voraussetzung ist nur, das die Grundstoffe im weitesten Sinne aus der Natur stammen - es kann auch Baumrinde sein. Bei der Herstellung von Aromen kommen außerdem chemische Lösungs- und Extraktionsmittel zum Einsatz, die in geringen Mengen häufig noch im Endprodukt nachweisbar sind. Zudem sind heute viele der Hefen, Pilze oder Bakterien, die die Herstellung zahlreicher Aromen oder deren Hilfs- und Zusatzstoffe erste möglich machen, gentechnisch verändert.
Aromen können überdies Übergewicht fördern, weil der Kunstgeschmack dazu verleitet, mehr zu essen und sich an die unnatürlichen, häufig überaromatisierten Lebensmittel zu gewöhnen. So manches Kind erteilt selbst hergestellten Quark mit Erdbeeren eine Absage, weil es sich an den Standartaromageschmack gewöhnt hat. Die Vielfältigen Geschmackserlebnisse, die natur belassene Nahrungsmittel bieten, werden verlernt und durch künstliche ersetzt- eine bedenkliche Entwicklung. Über den aktuellen Preisrutsch bei Lebensmitteln können sich Verbraucher freuen, die stärker aufs Geld schauen müssen. Doch wir meinen: Das Verscherbeln von Lebensmitteln im Kampf um Marktanteile darf nicht auf die Qualität gehen!
Ausgabe September/Oktober 2006:
Slow-Food Nürnberg ...die beste Bewegung seit es Fast-Food gibt. Kaffee: Nur mit Rohöl wird weltweit mehr Umsatz erzielt. Ein ganz besonderes Getränk
Ausgabe November/Dezember 2006:
Önologie: Im Wein liegt die Wahrheit. Hintergründe zu reinem und unbeschwerten Weingenuss. Reinheitsgebot für Wein?
Restaurant-Tipp Roter-Ochse in Rückersdorf. Heimat auf`m Teller - Hier speisten schon Kaiser und Könige! Eine kulinarische Adresse in Rückersdorf.
Ausgabe April 2007:
Mut zur Initiative: wie Krebs mit richtiger Ernährung beeinflusst werden kann.
Ausgabe April 2008: Schokolade - Genuss ohne Reue
Prüfberichte Altenheime in Nürnberg
vom Fachbereich Qualitätsentwicklung und Aufsicht (FQA) des Gesundheitsamtes
Webtipp: Ilses weite Welt





