Das Geheimnis des Sterns von Bethlehem

- Drei Astrologen machten die größte Entdeckung der Welt

Das majestätisch gleißende Licht des am dunklen Nachthimmel dahin ziehenden Sterns übergoss die einsame, schweigende Wüste mit tagheilem Schein. Einer der drei Kamelreiter wies zum Himmel.
„Das ist das Zeichen, dem wir folgen müssen!“ rief er seinen zwei Begleitern zu (Matthäus 2, Vers 2). Diese, wie ihr Anführer Caspar, ebenfalls Astrologen, Magier und Philosophen, nickten bestätigend.
“Ja“, sagte Melchior zu dem neben ihm reitenden Balthasar, “das ist der Stern, der uns nach Bethlehem führen wird, zum neugeborenen König der Juden.“
Entgegen den alten Überlieferungen waren die drei weisen Gelehrten aus dem Morgenland - sie symbolisierten die drei damals bekannten Erdteile: Europa, Afrika und Asien, keine Könige, sondern Astrologen, Magier, Philosophen. Wahrscheinlich Angehörige der einst mächtigen Priesterkaste des Marduk-Kults, des Stadtgottes von Babylon. Die Anhänger dieses Kultes besaßen ein hoch entwickeltes Wissen und hatten schon vor Jahrzehnten durch exakte Berechnungen auf die Konjunktion von Jupiter und Saturn hingewiesen.

Die Jupiter-Saturn-Konjunktion
Robert Bacon, der große englische Astrologe, Naturforscher und Philosoph aus dem 13. Jahrhundert schrieb einst, dass alle religiösen Bewegungen der Menschheit durch Konjunktionen der Planeten Jupiter und Saturn ausgelöst wurden. Auch Moses soll während einer Jupiter-Saturn-Konjunktion das Licht der Welt erblickt haben, ebenso wie Mohammed, der Prophet des Islam (571 n. Chr.).

Zwei Sterne von Bethlehem?

Ganz sicher wissen wir, dass der Stern von Bethlehem kein Komet war. Kometen sind Unglückssterne. Kein Mensch zur damaligen Zeit, ob König, Priester oder Astrologe, hätte sich eines Kometen wegen auf eine so weite, strapaziöse, beschwerliche Reise und gefahrvolle Reise begeben. Schon Johannes Kepler (1571-1630), der große „Kaiserliche Mathematiker und Hofastronom“, wusste: Beim Stern von Bethlehem handelte es sich nicht um einen, sondern um zwei Sterne, um die beiden Großplaneten Jupiter und Saturn.

Das Zusammentreffen von Jupiter und Saturn ereignete sich im Jahr 7 vor unserer Zeitrechnung – dreimal, im Zeichen der Fische. Mit Christus begann das Fische-Zeitalter. Während der ersten Verfolgungen der christlichen Urgemeinde im alten Rom war das Symbol des Fischs das geheime Erkennungszeichen.
Jedenfalls begann mit der Geburt von Jesus Christus für die Menschheit ein neues Zeitalter, das von den Großsternen Jupiter und Saturn angekündigt wurde. Und – da sind sich wahrscheinlich alle Christen, ob gläubig oder nicht gläubig, einig, dass Weihnachten das schönste und wunderbarste aller Feste des Jahres ist.

© Gerhard Merz

Kommentarfunktion ist deaktiviert