Gute Finanzberatung muß Geld kosten
Gedanken zum Thema Geld - Fragen an Manfred Wiegel, unabhängiger Finanzökonom, aus Nürnberg.
Warum soll ich als Verbraucher Geld dafür zahlen, wenn ich die Beratung in der Bank oder beim Versicherungsberater kostenlos bekomme?
Hat Ihnen ein Opel-Händler schon mal einen Mercedes verkauft? Nein, weil er das weder kann noch darf. Genau so ist es auf dem Finanzmarkt. Es gibt leider viele, die sich als Berater tarnen und doch nur Produktverkäufer sind.
Wenn Sie mal darüber nachdenken, wieviel Sie mit einem schlechten Finanzprodukt verlieren können - dass das im schlimmsten Fall Ihre Familie ruinieren kann – dann ist schnell klar, wo der springende Punkt ist: Jemand den Sie bezahlen, verpflichtet sich zur Neutralität, der hat Ihnen gegenüber eine ganz andere Verantwortung.
Und woran erkenne ich einen von „den Guten“?
Leicht ist das nicht. Im Grunde kann jeder auf sein Firmenschild „Finanzberater“ schreiben. Aber hier ein paar Tipps: Fragen Sie Ihren Berater nach seiner Ausbildung – wann, wo, wie mit welchem Abschluss. Ein angesehenes Zertifikat ist z.B. der Financial Planner – http://www.fpsb.de/. Und, verlassen Sie sich auf Ihr Gefühl. Gute Zeichen: Er fragt Sie sehr genau und viel – wie Sie leben, was Sie vorhaben, was Sicherheit für Sie genau bedeutet, er hat langjährige Erfahrung. Er verwendet keine Fremdwörter, er drückt sich klar aus. Und wenn Sie ihn dann auch noch mögen – perfekt!
Wann sollte man mißtrauisch werden?
Merken Sie sich die Faustregel 20/10: Ihr Finanzberater ist 20 Jahre alt und hat nach 10 Minuten eine Lösung für Sie. Dann stehen Sie am besten auf und gehen.

