Vom Altbau zum energiesparenden Eigenheim

Kräftig Kosten sparen, den Wohnkomfort steigern und den Wert der Immobilie erhöhen - das schafft eine energetische Sanierung.

Seit 1. Oktober 2007 gilt die neue Energieeinsparverordnung (EnEV). Ab dem 1. Juli 2008 wird der Energieausweis verpflichtend. Für Hausbesitzer, die ihr Eigentum verkaufen oder vermieten wollen wird es nun ernst mit dem bundesweit einheitlichen Energieausweis. Er ist so etwas wie ein Personalausweis fürs Haus, der in einer für Laien verständlichen Weise ausdrückt, ob ein Haus viel oder wenig Energie verschlingt. So gibt es zum Beispiel den Energietacho von 0 bis 550. Null liegt im absolut grünen Bereich, 550 im absolut roten. Mit Hilfe des Energieausweises bekommen Verbraucher ein Entscheidungskriterium bei Anmietung oder Kauf einer Wohnung an die Hand; Eigentümer erhalten individuelle Modernisierungsempfehlungen.

Hauseigentümer, deren Wohngebäude bis Ende 1965 erbaut wurden, müssen Mietern oder Kaufinteressenten am dem 1. Juli 2008 einen Energieausweis vorlegen. Ein halbes Jahr später – ab dem 1. Januar 2009 – gilt dies für alle Wohngebäude.

Eine gute Gelegenheit sich den Energieverbrauch genauer anzusehen und für die Zukunft entscheidende Weichen für die Wohnqualität zu stellen z.B. gleichzeitig auf Barrierefreiheit zu achten.

Technisch ist es heute problemlos möglich, den Energieverbrauch eines durchschnittlichen Wohnhauses durch eine geschickte Sanierung um etwa 85 Prozent zu senken. Gerade im Hinblick auf die zurückgehenden Ressourcen im Bereich der fossilien Brennstoffe und der Preissteigerungen bei Öl, Gas und Strom ein echter Kostensenkungsfaktor! Da dies auch kein Zwischenspiel sein dürfte – was sich auch durch die höchst volatilen Währungsschwankungen zeigt – , ist es sinnvoll die Prüfung alternativer Energie- und Heizformen mit einzubeziehen.

Die sieben Schritte zum Zukunftshaus

1. Energieberater einschalten
Jede Modernisierung beginnt mit der Analyse des Gebäudes. Bauteile wie Außenwände, die Fenster oder die Heizung, werden begutachtet,bewertet und anhand einer Wirtschaftlichkeitsprüfung eine konkrete Empfehlung gegeben.

2. Finanzierung und Förderung planen
Neben Angeboten der KfW Förderbank und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gibt es einige regionale Förderprogramme.

3. Sanierungsmaßnahmen festlegen und Fachleute einbeziehen
Bei umfangreichen Sanierungen ist die Planung durch einen Architekten sinnvoll. Insbesondere bei schrittweiser Sanierung. Referenzen zeigen die Kompetenz des Fachmanns.

4. Angebote einholen und Kompetenz prüfen
Holen Sie mindestens drei Angebote von Handwerksbetrieben ein. Lassen Sie die Maßnahmen detailliert beschreiben, nur so können Sie die Qualität beurteilen und dementsprechend eine Entscheidung treffen.

5. Bauverträge abschließen und Ausführung verfolgen
Haben Sie sich entschieden, dann fixieren Sie die Leistungen und den Zeitplan mit einem Bauvertrag. Hierin sollten Abnahmetermine, Zahlungsfristen und Mängelansprüche festgehalten werden – ebenso die Fristen für bewilligte Förderungen.

6. Abnahme protokollieren und Technik erklären lassen
In einem Abnahmeprotokoll alles schriftlich festhalten. Wartungsverträge für die neuen Anlagen sind sinnvoll.

7. Energieverbrauch beobachten.
Nur wer kontinuierlich beobachtet erkennt auch noch weitere mögliche Einsparpotentiale.

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