Ist Ihre Rente richtig berechnet?
einen offiziellen Tätigkeitsbericht. Wer sich dafür interessiert, er kann unter Bundesversicherungsamt.de
Aber was können Sie selbst tun, um herauszufinden, ob alles Korrekt ist?
Am wichtigsten ist es, dass Sie von Zeit zu Zeit überprüfen ob Ihr Versicherungsverlauf vollständig ist. Dies heisst, dass Sie nachschauen sollten, ob wirklich alle Jahre im Versicherungsverlauf erfasst sind und das der deutschen Rentenversicherung, für jedes Mitgliedsjahr, bekannt ist was Sie in dieser Zeit gemacht haben.
Es ist wichtig hin und wieder die Renteninformation der deutschen Rentenversicherung (diese bekommen Sie einmal pro Jahr zugeschickt) auf Lücken zu überprüfen. Sollte es Lücken geben, so ist es Ratsam sich Nachweise darüber zu besorgen was Sie in dieser Zeit getan (Erwerbstätig, Arbeitslos, Selbstständig usw.) haben und diese Nachweise der Rentenversicherung zukommen zu lassen. Achten Sie auch auf mögliche Zahlendreher! Dies ist wichtig damit Sie keine Rentenansprüche verlieren. Es ist meist sehr viel einfacher die entsprechenden Nachweise zu erbringen, wenn die Versicherungslücken noch nicht all zu lange her sind.
Die Behörde argumentiert: „Viele Versicherte kämen Ihrer Mithilfepflicht nicht nach und reichen die entsprechenden Nachweise zur Belegung der Versicherungszeiten nicht oder zu spät ein. Häufig aber kann nicht gewartet werden bis alle Nachweise vorliegen, sonst bekämen die betroffenen Rentner evt. keine Rente ausgezahlt.“ Die Erfassung der Vesicherungszeiten, welche für die Rentenhöhe Maßgebend sind kann nur zusammen mit den zukünftigen Rentnern erfolgen und erfordert deren Mithilfe. Da sich angehende Rentner hier oft zu viel Zeit lassen muss die Rente erstmal festgesetzt werden (damit der Rentner überhaupt Geld zum Leben ausgezahlt bekommt) und dann müssen im Nachhinein mittels einem Widerspruchsverfahren die fehlenden Belege vorgelegt und die Rente neu festgelegt werden.
Falsche Beratung
„Eine wesentliche Prüferkenntnis war, dass die Rentenversicherungsträger im Rahmen der Antragsberatung unzureichend beraten“ werden, heißt es im Bericht.
Sollten Sie also der Ansicht sein, bei Ihnen könnte die Berechnung kompliziert sein, wäre es unter Umständen ratsam sich bei einem unabhängigen Rentenberater beraten zu lassen, damit auch nichts übersehen wird. Besonders wichtig wird das auch, wenn Sie Frührentner sein sollten und zusätzlich zur Rente einem Nebenjob nachgehen wofür sie beispielsweise noch Rentenbeiträge abführen. Achten Sie auch besonders auf die nachgewiesenen Ausbildungszeiten.
Ruth Knittel
Quelle: Bundesversicherungsamt, Stiftung Warentest und weitere
Bildquelle: VDZI

