Schokolade – Genuss ohne Reue

Als die spanischen Conquistatores 1519 Mexiko eroberten und die Azteken unterwarfen, entdeckten sie sehr schnell, dass ihnen „Braunes Gold“ in die Hände gefallen war. Die Spanier waren es dann auch, die Kakao mit Milch zum Modegetränk in Europa machten.

Macht Schokolade glücklich? Oder sinnlich? Verdirbt sie die Linie oder die Moral? Das sind die weltbewegenden Fragen, die der schwedische Regisseur Lasse Hallström in seinem international besetzten Film „Chocolat“ aufwirft. Immerhin bringt es seine zartbittere Verfilmung des Romanerfolgs von Joanne Harris, die auch bei der Berlinale für Aufsehen sorgte, auf fünf Oscar-Nominierungen.

Seitdem wurde die neue Lust auf Schokolade geweckt. Lassen Sie sich bei „Vianne Cocolate“in der Brunnengasse verführen.

Naschen und etwas für die Gesundheit tun

Die sogenannten sekundären Pflanzeninhaltsstoffe und im Kakao ganz speziell bestimmte Flavonoide, die Epicatechine und die Procyanidine wurden erst kürzlich im Kakao entdeckt und sorgten aufgrund seiner gesundheitsfördernden Wirkung für Aufsehen. Das Besondere dabei ist, dass diese Inhaltsstoffe im Kakao in besonders hohen Konzentrationen vorhanden sind, mehr als in anderen gesunden Lebensmitteln wie zum Beispiel Brokkoli. Harvard-Professor Norman Hollenberg fand heraus, dass Epicatechin das Auftreten von vier der fünf häufigsten Krankheiten der westlichen Welt (Hirnschlag, Herzinfarkt, Krebs und Diabetes) auf weniger als 10% senken könnte.

Flavonoide– was sind das für Stoffe und was bewirken sie?

Fast könnte man sagen, wahre Wunder: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Kakaozubereitungen mit hochkonzentrierten Flavonoiden die Durchblutung und damit die Reaktionsschnelligkeit des Gehirns deutlich anregen. Diese Wirkung lässt zwar bald wieder nach, aber es gibt Hinweise, dass der regelmäßige Genuss von Kakao sich positiv auf das Altern unseres Denkorgans auswirkt. Das weiß in Mittelamerika fast jeder.

Kürzlich wurde auch seine wundheilende Wirkung an der Universität Münster entdeckt.

Schweizer Kardiologen bezeichnen dunkle Schokolade mit über 70 % Kakakoanteil als „süßes Aspirin“, auf der Jahrestagung der amerikanischen Herzspezialisten in Chicago im November 2006 wurde vorgestellt, dass bioaktive Verbindungen in dunkler Schokolade die Verklumpung der Blutplättchen vermindern.

Aber enthalten Kakaobohnen nicht besonders viel Fett? Das ist richtig, aber Kakaopulver ist von Haus aus schon entfettet. Die Kakaobutter ist ein hochwertiges Fett und wird zu vielen Produkten weiterverarbeitet. Das Besondere an dunkler Schokolade ist, dass sie nur einen sehr geringen Fettanteil hat und mehr an den wertvollen Epicatechinen enthält. Deshalb möglichst Trinkschokolade ohne Zucker und mit hohem Kakaoanteil verwenden, die sind am gesündesten .

Genießen Sie „Ihre“ Schokolade und wenn Sie auf den Geschmack gekommen sind, besuchen Sie doch auch mal das Schokolademuseum Köln.

Anschrift
Schokoladenmuseum GmbH
Rheinauhafen 1a
50678 Köln

Homepage: www.schokoladenmuseum.de

Azteken Trinkschokolade

(Rezept für 2 Personen)

1 Prise Chilipulver

Ingwer, 2 cm

½ Liter Milch

2 Rippen Schokolade, Zartbitter (mind. 70 %)

1 Prise Zimt

½ Tüte Vanillezucker

Die Züricher verquirlen den Zucker mit einem Eigelb und geben dies der nicht mehr heißen Schokolade zu. Zum Schluss mit einem Sahnehäubchen garnieren.

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