Volkskrankheit Diabetes Mellitus Typ II

Das Gespräch mit Frau Dr. Regine Barth zum Welt-Diabetes-Tag führte Ruth Knittel

Frau Dr. Barth, gibt es Empfehlungen die Sie jedem Menschen über fünfzig geben können?

Ja natürlich. Zum Beispiel viel Bewegung. Grundsätzlich kann man sagen, wer sich wöchentlich mindestens zweieinhalb Stunden bewegt – beispielsweise durch spazieren gehen – hat ein um 58 % niedrigeres Diabetesrisiko. Abgesehen davon ist es natürlich generell für alle Menschen eine positive Stimulierung der Stoffwechselvorgänge im Körper. Trotzdem gilt es dann schon auf das Alter und die individuelle gesundheitliche Situation zu achten.

Aha, das heißt nicht alle Therapieansätze sind für jede Altersgruppe geeignet?

Genau. Wir Fachärzte unterscheiden bei Typ II-Patienten zwei Gruppen. In der ersten Gruppe sind Personen bis zum Alter von 80 Jahren. Die Hochaltrigen gehören in die Gruppe 2. Hier müssen wir auf ganz andere Dinge achten, besonders auch wenn Pflegebedürftigkeit hinzukommt.

Und worauf?

In der Gruppe eins ist häufig das Übergewicht ein wesentliches Problem und hier ist die Ernährungsumstellung und –reduktion wichtig. Bei entsprechendem Verhalten kommen die Patienten mit Medikation gut klar. Während in der Gruppe zwei, eher mit Mangelernährung infolge von Appetitlosigkeit zu rechnen ist. Hier haben wir hier mit Insulingaben beste Erfahrungen.

Worauf ist bei der Ernährung denn zu achten?

Wichtig ist eine ballaststoffreiche, ausgewogene Kost – am besten fünf Mal täglich, wobei die Hauptmahlzeit mittags liegen sollte. Spezielle Diabetikerkost ist dabei gar nicht so wichtig. Nach neuesten Erkenntnissen sind gerade die Süßstoffe und der Fruchtzucker die Ursache, warum die gemessenen Werte oft zu unausgeglichen sind.

Woher kommt das?

Der Glaube mit Süßstoffen zuckerfrei zu essen verführt viele dazu, viel mehr Süßes zu sich zu nehmen. Bei Aspartam ist sich die Wissenschaft noch nicht sicher, ob es nicht doch krebserregend wirkt. Der Süßstoff kommt zwar langsamer ins Blut, wirkt dann aber stärker. Das ist die Ursache für die sogenannten „Zuckerspitzen“ beim Messen. Wer jedoch bewusst den Zuckerkonsum reduziert, regelmäßig misst und seine Tabletten einnimmt wird auch ohne diese Diätkost und Süßstoffe gut zurecht kommen. Passende Literatur und Rezepte gibt es genügend, die bei der Umstellung behilflich sein können.

Dr. med. Dipl. Biol.
Regina Barth
Fachärztin Innere Medizin, Naturheilverfahren, Ernährungsmedizin

Euromed-Clinic Fürth
Tel: 0911/9714 1220

Eine Reaktion zu “Volkskrankheit Diabetes Mellitus Typ II”

  1. JaneRadriges

    Great post! I’ll subscribe right now wth my feedreader software!

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