5. Februar 2010
Sportwissenschaftler:
“Diabetes ist eine Krankheit, der man davonlaufen kann!”
Die meisten Diabetiker können nach einer Studie des Heidelberger Sportwissenschaftlers Gerhard Huber ihre Krankheit aus eigener Kraft bekämpfen.
“Diabetiker müssen lernen, Bewegung in ihren Alltag zu integrieren.” Das Gesundheitssystem sei darauf aber nicht ausgerichtet. “Es gibt eine Vielzahl von Medikamenten. Die werden verschrieben - und alle sind glücklich”, kritisierte er. “Der Arzt müsste den Patienten eigentlich Druck machen und sie zur Bewegung zwingen.”
Der Sportwissenschaftler hatte das Pilotprojekt einer Krankenkasse begleitet, die in neun Städten spezielle Bewegungskurse für Diabetiker anbot. 250 Personen nahmen an der Studie teil. “
Innerhalb von zehn Wochen sei die Leistungsfähigkeit auf mehr als 50 Prozent gestiegen. “Aus anderen Studien wissen wir außerdem, daß regelmäßige Bewegung den Blutzuckerspiegel nachhaltig senkt”, so Huber.
Die positive Wirkung von Bewegung auf die meisten Krankheiten sei bekannt. “In der Regel hilft Sport aber nur, den Krankheitsverlauf zu verzögern oder wirkt sich positiv auf das Allgemeinbefinden aus. Bei Diabetes kann durch ausreichende Bewegung aber tatsächlich die Uhr zurückgedreht werden.”
Auch bei Demenzen positiv
Wie wir in einem Interview mit Prof. Dr. Oswald erfuhren, konnte in einer Studie in diversen Alten- und Pflegestationen nachgewiesen werden, daß mit einer Verknüpfung von Gedächtnistraining und Bewegungstherapie Personen mit mittlerer Demenz eine leichtere Demenz attestiert werden konnte, wenn dazu flankierend auf ausreichendes Trinken geachtet wurde. Siehe hierzu in einer der älteren Printausgaben in der Ausgabe Dezember 2007 und zum Thema Diabetes Mellitus Typ II unser Interwiew mit einer Fachärztin in der Ausgabe Juni 2008.
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8. Januar 2010
GfK untersucht die Lebenswelten der “Generation Silber”
Nürnberg - Die „Generation Silber“ – also Menschen ab 60 Jahre – ist heute gesünder, aktiver und fühlt sich jünger denn je. Senioren werden zu einer immer wichtigeren Zielgruppe für die Wirtschaft. Die GfK Panel Services hat in einer aktuellen Studie die „Generation Silber“ untersucht und die Befragten – differenziert nach Kaufkraft, Fitness und Aktivitäten – neun Lebenswelten zugeordnet.
Drei Viertel der Befragten fühlen sich im Schnitt fast zehn Jahre jünger als sie tatsächlich sind. Mehr als die Hälfte schätzt zudem ihren Gesundheitszustand als gut ein, 12 Prozent sogar als sehr gut.
Insgesamt leben in Deutschland rund 20 Millionen Menschen ab 60 Jahre. Ihr Anteil an der Bevölkerung wird in den kommenden Jahren absolut sowie anteilsmäßig weiter wachsen. Gehörten im Jahr 2007 noch 25 Prozent der Gesamtbevölkerung der “Generation Silber” an, so werden es in zehn Jahren 30 Prozent sein. Zugleich steigt die Lebenserwartung der heute 60-Jährigen stetig.
Zu Frage der “richtigen Bezeichnung” dieser Generation wurden 580 Menschen über 60 Jahren befragt.
Die Umfrageergebnisse des GfK-Forschungsinstituts machen jetzt deutlich, dass Senior oder Seniorin die korrekte Bezeichnung ist, weil sie die Lebenserfahrung am ehesten widerspiegelt. Knapp 84 Prozent der Befragten teilten diese Einschätzung. Ebenfalls in Ordnung ist es, von „älteren Menschen“ zu sprechen.
Auf geringe Akzeptanz stießen dagegen die weit verbreiteten Anglizismen. „Best Ager“ oder „Silver Ager“ werden nur von einem Viertel aller befragten akzeptiert. Gleiches gilt für „Happy Enders“.
Quelle: GfK (www.gfk.com) und Bundesfamilienministerium
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15. Dezember 2009
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26. November 2009
Eine Musiklegende wird 70!

Tina Turner wurde am 26. November 1939 in Brownsville (Tennessee) geboren. Die ersten Erfahrungen als Sängerin sammelte die kleine Anna Mae Bullock im Kirchenchor der Gemeinde Nutbush, Tennessee, in der sie aufwuchs. 1955 zog sie zu Mutter Zelma Bullock und Schwester Alline nach St. Louis. Dort lernte sie 1958 Ike Turner mit seiner Band Kings of Rhythm kennen und wurde deren Backgroundsängerin. 1960 nahm sie das Lied Fool in Love auf und sprang kurzfristig als Solosängerin ein. Der Titel schaffte es im August 1960 auf Platz 27 der US-Charts. Auf Ike´s wunsch hin, wurde ihr Name in Tina umgenannt und die Band hieß von nun an Ike & Tina Turner Revue. Man tourte zunächst durch die USA, später auch durch Europa und Australien. 1962 heirateten die beiden in Tijuana/Mexiko.
Lesen Sie weiter und hören Sie rein in einen ihrer frühen Titel auf
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12. November 2009

Bei Stehempfängen ist das die neue Variante des kleinen Häppchens. Statt Buffet mit Platten zu bestücken, die dann “geräubert” werden oder nur die kalten Canapés zu reichen, sind bei Fingerfood die Möglichkeiten weit vielfältiger. Viele kennen vielleicht schon das kleine Süppchen in der Espressotasse, den Meeresfrüchtespieß oder auch sogar das Minischäufele mit Miniknödelchen und Soße im Gläschen. Diese Art Essen zu sich zu nehmen macht das Essen im Stehen etwas einfacher beim Smalltalk. Das Cateringpersonal bestück das Buffet einfach mit neuen Tassen, Gläschen und Schälchen.
Nun hatte eine Pflegeeinrichtung in Berlin die neue Idee aufgegriffen. Vielen Altenpflegern ist bekannt, daß Hochbetagte oder Demente sehr oft Schwierigkeiten bei der Essensaufnahme haben, weil sie entweder nicht mehr so gute motorische Fähigkeiten oder den Gebrauch des Bestecks einfach vergessen haben. Hier half dann nur noch das Essen kleingeschnitten oder pürriert anzurichten oder beim Essen zu assistieren. Natürlich bindet das nicht nur Personal, das dann nervös daneben sitzt und deren Ungeduld sich auch auf die Bewohner überträgt. Andererseits wissen wir alle, daß das Auge mitißt und wer ißt schon mit Begeisterung wenn das Essen wie Babybrei aussieht?
Erfolgreich: das innovative Ernährungskonzept der CURA
Finger statt Besteck – das ist die Kernidee des speziellen Ernährungskonzeptes für Menschen mit Demenz, das die CURA Unternehmensgruppe gemeinsam mit der RECATEC Dienstleistungs-GmbH entwickelt hat. Mittelfristig soll es in allen Pflegeeinrichtungen der CURA eingeführt werden. Zu dieser Entscheidung führte der Erfolg des Pilotprojekts, dessen Ergebnisse jetzt unternehmensintern ausgewertet wurden.
Fingerfood hat das Ziel, Senioren, die nicht mehr mit Besteck essen können oder wollen, eine Alternative anzubieten und ihnen so größtmögliche Selbständigkeit und Selbstbestimmung zu ermöglichen. Sie erhalten eine Auswahl von Speisen, die ohne Besteck gegessen werden können. Die handgerecht zubereiteten Häppchen sind nicht größer als ein bis zwei Bissen und leicht zu kauen und zu schlucken. Dazu eignen sich zum Beispiel entsprechend zugeschnittene Fleisch oder Gemüsestücke, Kartoffeln, angedickte Süßspeisen in Stücken oder weiches Gebäck. Auch Suppen ohne Stückchen können in kleinen Bechern gereicht werden.
In zwei CURA-Einrichtungen ist das Fingerfood-Konzept bereits erfolgreich in die Praxis umgesetzt worden: Von September 2008 bis Januar 2009 lief mit besonderer fachlicher Unterstützung das Pilotprojekt in den CURA Seniorencentren Halle Lutherbogen und Ottendorf. Die Bewohner erhielten ihre Mahlzeiten in Häppchenform zum Greifen. Im Vorfeld wurde analysiert, für wen sich Fingerfood eignet, denn wer noch kann, darf auch weiterhin mit Besteck essen. Außerdem wurde beachtet, dass es sich um Speisen handelt, die die Bewohner kennen und in der Vergangenheit gerne gegessen haben.
Von den Bewohnern wurde das neue Angebot äußerst positiv aufgenommen - die Erwartungen an die neue Versorgungsform sind sogar noch übertroffen worden: „Zwei Bewohner, die zuvor nicht mehr selbstständig gegessen haben, sind durch die Darreichungsform als Snack wieder zum selbsttätigen Essen animiert worden“ berichtet Petra Klappach, die das CURA Seniorencentrum Halle Lutherbogen leitet. „Andere Bewohner, die sonst häufig umherliefen, blieben länger am Tisch sitzen. Sie hatten durchweg mehr Freude am Essen.“ Auch die Angehörigen wurden in den Prozess aktiv einbezogen: Es gilt, Verständnis aufzubauen, dass die für uns üblichen Tischmanieren teilweise aufgehoben werden.
Auch im Alter ist eine ausgewogene und ausreichende Ernährung besonders wichtig. Das Risiko für Mangelernährung und Austrocknung ist erhöht; und eine Demenzerkrankung kann noch zusätzliche negative Auswirkungen auf das Essverhalten haben. Bei vielen Menschen führt sie zu starker Mobilität und Unruhe; sie bleiben zum Teil nicht am Essenstisch sitzen und lassen sich schnell ablenken. Auch das Hunger- und Sättigungsgefühl verändert sich, so dass die Einsicht in die Notwendigkeit von Essen und Trinken fehlt. Wie das Pilotprojekt der CURA zeigt, bietet Fingerfood hier Abhilfe, auch zur Stärkung der noch vorhandenen Ressourcen der Eigenständigkeit.
Das sagt auch Claudia Menebröcker, Expertin für geriatrische Ernährungstherapie, die das Konzept maßgeblich mitentwickelt hat und der CURA für die optimale Seniorenbewirtung beratend zur Seite steht. „Die Ernährungsschwierigkeiten von Menschen mit Demenz sind hinlänglich bekannt“, erklärt sie. „Wir zeigen, wie man sie ernst nimmt und Lösungsmöglichkeiten bietet.“
Ziel des Fingerfood-Angebotes ist zwar selbständiges Essen – allein gelassen werden die Bewohner aber nicht. Immer ist jemand anwesend, um gegebenenfalls zu unterstützen und zu dokumentieren, ob es schmeckt oder nicht und ob noch etwas nachgereicht werden darf. Bedrängt wird dabei niemand: Wie das neue Angebot zeigt, sind Toleranz und eine stressfreie Mahlzeitsituation das beste Rezept für den guten Appetit.
Informationen für Interessierte an diesem Konzept:
Die CURA Seniorencentren Halle (Saale) und Ottendorf bei Kiel, finden Sie auch bei Domizilsuche.de - Ihrem Informationsportal für Wohnen & Pflege im Alter.
Einfach verlinkten Ort anklicken um direkt zu den Informationen der Seniorencentren zu gelangen oder auf dieser Webseite das “Domizilsuche” Zeichen anklicken und über die Suchmaske suchen.
Quelle: CURA Unternehmensgruppe
siehe auch Seniorenblogger
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